An diesem Sonntag ging für Petter Solberg eigentlich alles richtig schief

Rallye 2009

— 26.04.2009

Petter Solberg: Erst kam der Ausfall, dann der Dieb

Für Petter Solberg und sein Team wurde der Argentinien-Sonntag zum Albtraum: Erst verlor er seinen Podiumsplatz, dann wurde das Team auch noch bestohlen

Petter Solberg würde diesen Sonntag bei der Rallye Argentinien am liebsten ganz schnell wieder vergessen. Heute lief wirklich alles gegen den Plan. Zunächst verlor er wegen eines technischen Defekts seinen Podiumsplatz und dann wurde sein kleines Privatteam auch noch das Opfer von Dieben.

Doch von Anfang an: Das Argentinien-Wochenende begann für den Norweger eigentlich bestens. Er holte am Freitag eine Bestzeit und konnte das Tempo der Top 3 mitgehen. Als am Samstag auf über 2.000 Meter Meereshöhe ging, machte sich jedoch bemerkbar, dass der Motor im alten Citroën Xsara nicht ganz mithalten konnte. Dazu kamen auch noch Reifenschäden und ein überhitzender Motor. Doch Solberg konnte Platz vier behaupten und übernahm am heutigen Sonntagmorgen Rang drei, als Jari-Matti Latvala vor ihm zurückfiel. Doch der Traum vom nächsten Podiumsplatz endete jäh, als eine Prüfung später der Benzindruck abfiel.

"Das ist nicht das Ergebnis, für das wir hergekommen sind", seufzte Solberg. "Wir waren Dritte und ich wollte diese Position halten, aber dann war der Benzindruck weg. Fünf Kilometer vor dem Ziel war alles aus. Überhaupt kein Druck mehr und ich konnte nichts dagegen tun. Wir hatten keine andere Wahl als aufzugeben."

Doch damit nahm das Unglück für "Hollywood" an diesem Sonntag noch kein Ende. Als sein Team im Servicepark zusammenpackte, stahl ein unbekannter Dieb den Aktenkoffer von Teammanager Ken Rees - mitsamt Teamdokumenten, Plänen, Laptop, Geld und Reisepass.

"Was für ein Tag", stöhnte Solberg. "Erst verlieren wir unseren dritten Platz und dann werden wir auch noch bestohlen. Wenn man wie wir um die Welt reist, ist der Aktenkoffer dein Büro und es ist ein Desaster, wenn man ihn verliert. Das Geld kann ersetzt werden, aber man muss sich nur vorstellen, wie viele Stunden Arbeit in diesem Aktenkoffer enthalten waren!"

Von diesem Sonntag muss sich Solberg nun erst einmal erholen. Er macht jetzt mit seiner Familie eine Woche Urlaub, danach bereitet er sich auf die Rallye Sardinien (21. bis 24. Mai) vor.

Fotoquelle: pettersolberg.no

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