Das Erfolgsgespann Loeb und Quesnel könnte der WRC weiter erhalten bleiben

Rallye 2009

— 08.05.2009

Quesnel: Citroën will bleiben, Loeb auch

Ende 2009 laufen die Verträge von Citroën und Sébastien Loeb aus, doch das Erfolgsgespann will wohl bleiben - Turbo als überzeugendes Argument?

Wie sieht die Zukunft der WRC nach der Saison 2009 aus? Zwar hat die FIA mit einem neuen technischen Reglement bereits erste Weichen gestellt, doch eine konkrete Zusage der beiden verbliebenen Hauptdarsteller Citroën und Ford für die Jahre 2010 und folgende steht noch aus. Es wird weiter spekuliert, dass die beiden Hersteller auch noch aussteigen könnten, zumal FIA-Präsident Max Mosley angekündigt hat, dass er die Fahrer wieder in den Mittelpunkt stellen will und nicht mehr die Hersteller.

Doch zumindest bei Citroën scheinen die Zeichen auf Verbleib zu stehen. Citroën-Sportchef Olivier Quesnel hat in britischen Medien angedeutet, dass die Franzosen weiter in der Rallye-Weltmeisterschaft antreten wollen. Und zwar auch mit ihrem Rekordweltmeister Sébastien Loeb. Der Vertrag zwischen Citroën und der WRC läuft Ende der Saison 2009 aus, gleiches gilt für den Kontrakt von Loeb mit seinem Team. Loeb hatte immer wieder betont, dass er eigentlich keine Lust hat, mit den S2000-Fahrzeugen zu fahren, die ab 2010 eingeführt und ab 2011 Pflicht sind.

"Wegen mir ist es okay, wenn Citroën im Rallyesport bleibt. Ich habe da gar kein problem. Ich habe das Budget für das neue Auto. Citroën will im Rallyesport bleiben, also habe ich auch kein Problem", wurde Quesnel zitiert. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' sind die Franzosen mit der Arbeit am neuen S2000-Boliden sogar schon so weit fortgeschritten, dass sie ihn rein theoretisch bereits in diesem Sommer im Wettbewerb einsetzen könnten.

Auch was einen Verbleib von Superstar Loeb angeht, bleibt Quesnel zuversichtlich: "Sébastien wird so lange bei uns bleiben, wie er will. Ich bin recht sicher, dass er die nächsten beiden Jahre bei uns bleibt. Für nächstes Jahr ist das eigentlich sehr sicher. Was das Jahr danach angeht, werden wir sehen."

Loeb bestätigte das: "Wenn er mir einen Vertrag für nächstes Jahr vorlegt, werde ich ihn vielleicht unterschreiben. Ich denke aber, dass er noch die Entscheidungen der FIA abwarten will - wir müssen zuerst noch ein bisschen genauer wissen, in welche Richtung es geht."

Ein wichtiger Punkt könnte dabei die Frage sein, ob nicht doch schon ab der kommenden Saison 1,6-Liter-Turbomotoren eingesetzt werden. Eigentlich sollten zunächst Zwei-Liter-Saugmotoren vorgeschrieben werden und die Turbos erst 2013 kommen. Doch die Hersteller haben nun vorgeschlagen, die Übergangsphase wegzulassen und gleich auf Turbo zu setzen. Das dürfte auch ganz nach dem Geschmack von Loeb sein, der S2000-Fahrzeugen mit Turbo dann doch etwas mehr Fahrspaß abgewinnen kann.

Fotoquelle: xpb.cc

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