Henning Solberg will auf Sardinien mindestens in die Top 5 kommen

Rallye 2009

— 17.05.2009

B-Teams: Der Kampf um die Punkteränge

Stobart, Munchi's und die Citroën-Junioren wollen sich auf Sardinien die Punkte streitig machen - Stobart hofft sogar auf einen Podiumsplatz

Aus den Höhen Südamerikas geht es direkt ins Mittelmeer. Am kommenden Wochenende steht mit der Rallye Sardinien der sechste von zwölf Saisonläufen 2009 an. Bei den B-Teams Stobart, Munchi's und Citroën JT sind die Zielvorgaben wieder klar: Die einen wollen "Best of the Rest" hinter den Werksteams sein, die anderen vor allem dazulernen - aber in die Punkte wollen alle fahren.

Bei Stobart gehen wieder Henning Solberg und Matthew Wilson auf Punktejagd. Das Duo ist hoch motiviert, schließlich konnte in Argentinien mit den Plätzen drei und fünf das bisher beste Ergebnis der Saison geholt werden. Jetzt soll der dritte Platz in der Teamwertung gefestigt werden. Henning Solberg holte in Südamerika seinen ersten Podiumsplatz der Saison und konnte sich in der Fahrerwertung Luft auf seinen Bruder Petter Solberg verschaffen. An Sardinien hat der Norweger gute Erinnerungen: 2007 wurde er auf der Insel Vierter.

"Da wir in der Fahrerwertung jetzt einen bisschen größeren Vorsprung auf Petter haben ist wichtig, hier mehr Punkte zu holen. Deshalb möchte ich wieder in die Top 5 fahren", sagte Solberg. "Das Podium in Argentinien war fantastisch und es kam genau zur richtigen Zeit. Beim Schottersetup konzentrieren wir uns auf die Basics, wir versuchen, es nicht zu kompliziert zu machen. Das hat in Argentinien funktioniert und hoffentlich ist es auch auf Sardinien so." Teamchef Malcolm Wilson wünscht Solberg noch mehr als die Top 5: "Vielleicht ist für ihn sogar wieder das Podium drin."

Teamkollege Wilson fährt zum vierten Mal auf Sardinien. "Ich mag Sardinien wirklich und habe dort schon viel Erfahrung", sagte der britische Youngster. "Der Lauf hat seine Tücken und der Aufschrieb muss sehr präzise sein. Es gibt am Straßenrand viele große Steine, die man vermeiden muss und bei der zweiten Durchfahrt gibt es oft tiefe Spurrillen. In diesem Jahr gibt es einige neue Prüfungen, das wird interessant. In Argentinien lief es gut für uns und es wäre schön, wenn es so weitergehen würde."

Villagra: Zurück an den Ort des Debüts

Ebenfalls in einem Ford Focus tritt Munchi's-Pilot Federico Villagra an. Der Argentinier hatte bei seinem Heimlauf mit Platz vier sein bisher bestes WRC-Ergebnis geholt und hat bereits jetzt so viele Punkte gesammelt wie 2008 in der gesamten Saison. Vor zwei Jahren gab Villagra auf Sardinien sein WRC-Debüt. Punkte konnte er auf der Mittelmeerinsel aber noch nicht holen.

"Die Rallye Sardinien ist für mich sehr wichtig, denn hier habe ich mein Debüt im Munchi's-Team gegeben. Wir hatten in Argentinien ein fantastisches Ergebnis", sagte Villagra. Jetzt freue ich mich darauf, wieder nach Europa zu kommen und ich hoffe, dass es für mich so erfolgreich weitergeht. Sardinien ist eine schwierige Rallye, es gibt viele Felsen, die man vermeiden muss. Zudem ist wichtig, einen guten Aufschrieb zu haben, da es viele schnelle, enge Abschnitte gibt. Man muss einen Kompromiss zwischen Speed und Sicherheit finden. Hoffentlich kann ich weitere Punkte für das Team holen."

Citroën-Junioren: Jubiläum bei Rautenbach

Schlusslicht in der Hersteller-Teamwertung sind die Citroën-Junioren. Diesmal sind wieder drei Piloten dabei: Conrad Rautenbach und Evgeny Novikov sind für Herstellerpunkte nominiert, den dritten C4 WRC pilotiert Sébastien Ogier.

Rautenbach hatte in Argentinien Pech, jetzt will er sich zurückmelden. "Argentinien war sehr frustrierend für uns. Nachdem wir dort im vergangenen Jahr Vierte wurde, sind wir diesmal schon am zweiten Tag ausgeschieden. Das müssen wir jetzt abhaken und uns auf die Herausforderung Italien konzentrieren", sagte der Pilot aus Simbabwe, der in der Zwischenzeit im Rahmen der IRC an der Azoren-Rallye teilgenommen hat.

Sardinien ist für Rautenbach ein vertrautes Pflaster, er war bei allen bisherigen fünf WRC-Läufen dort dabei, im vergangenen Jahr schon in einem C4 WRC. In diesem Jahr fährt er auf der Mittelmeerinsel seinen 50. WRC-Lauf. "Ich habe Sardinien immer gemocht", sagte er. "Es ist eine recht technische Route, die sehr abwechslungsreich ist. Ich hatte auf Sardinien schon einige gute Ergebnisse und es ist eine der Rallyes im Jahr, auf die ich mich am meisten freue."

Novikov musste in Argentinien passen, ist jetzt aber wieder dabei. "Wir haben seit dem Start der Saison viel gelernt. Nach Zypern und Portugal können wir auf Sardinien auf Schotter weitere Fortschritte machen", sagte der Russe, der zum ersten Mal hier fährt. Teamkollege Ogier ist im vergangenen Jahr schon auf Sardinien gefahren. "Unser Ziel ist einfach, eine konstante Rallye zu fahren, keine Fehler zu machen und mit einem guten Ergebnis ins Ziel zu kommen", so Ogier.

Fotoquelle: xpb.cc

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