Die Pisten an der malerischen Küste Sardiniens haben es durchaus in sich

Rallye 2009

— 20.05.2009

Sardinien: Taktikspiele an der Costa Smeralda

Vorschau auf die Rallye Sardinien: Auf der Mittelmeerinsel warten begeisterte Fans aus ganz Europa und besonders tückischer Schotter auf die Piloten

Seit 2004 wird der italienische WRC-Lauf auf Sardinien ausgetragen, davor zählte die berühmte Rallye San Remo zur Rallye-Weltmeisterschaft. Sardinien ist die zweitgrößte Mittelmeerinsel und die drittgrößte Region Italiens. Das Gelände ist hügelig, umgeben von weiten Flächen und Stränden. Die Hauptstadt ist Cagliari, aber die Rallye ist in der exklusiven Touristenregion an der Nordwestküste angesiedelt. Die Boliden rasen durch malerische Hügellandschaften und an der atemberaubenden Costa Smeralda entlang.

Auf der beliebten Urlaubsinsel warten rund um den pittoresken Start- und Zielort Porto Cervo sowie das Rallye-Zentrum in Olbia 17 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 347,12 Kilometer auf die 60 gemeldeten Crews. Die Strecken sind schnell, aber eng. Und die Pisten haben es in sich: Unter einer feinen Sandschicht verbirgt sich ein harter Untergrund, der oftmals von Längsrillen durchzogen ist und spätestens bei der zweiten Passage über diese Prüfungen zum Vorschein kommt. Dazu kommen die hohen Temperaturen, die Mensch und Maschine an die Grenzen treiben.

Obwohl die WRC erst zum sechsten Mal auf Sardinien gastiert, sind manche der Prüfungen bereits Klassiker geworden. Dazu gehören "Loelle" und "Crastazza" oder auch "Monte Lerno" mit der spektakulären Sprungkuppe, die inzwischen als eine der besten des gesamten WRC-Kalenders gilt. In diesem Jahr gibt es zwei neue Prüfungen: "Sa Linea" und "Fiorenti", die mehr im Landesinneren liegen.

Da die Rallye Sardinien als sehr fanfreundlich gilt, werden wieder tausende begeisterte Zuschauer aus ganz Europa erwartet. Der Ceremonial Start findet in diesem Jahr erstmals vor dem Rathaus in Olbia statt. Am ersten Tag führt die Route in die Hügel südwestlich von Olbia. Dort erwarten die Crews 130,20 Kilometer feiner, sandiger Schotterprüfungen und enge Pisten, die von Bäumen gesäumt sind.

Alle Prüfungen des Freitags kennen die Piloten bereits aus dem vergangenen Jahr. Hier gilt es einen Kompromiss zu finden: Man muss zwar schnell fahren, sollte den großen Felsen, die überall auftauchen, aber aus dem Weg gehen. Zudem könnten die Piloten das Taktieren beginnen, denn nirgendwo spielt die Startposition eine so große Rolle wie auf den tückischen Schotterpisten Sardiniens.

Am Samstag warten dann unter anderem die beiden neuen Prüfungen auf die Piloten. "Sa Linea" folgt einer alten Bahnstrecke und "Fiorentini" führt über alte Forststraßen. Gemeinsam mit der "Monte-Lerno"-Prüfung bilden sie eine Schleife von drei WPs, die am Samstag zweimal durchfahren wird. Am Sonntag geht es dann weiter nach Norden an die Costa Smeralda. Dort stehen noch fünf kurze Prüfungen an, bevor ihm exklusiven Touristenort Porto Cervo der Zieleinlauf ansteht.

Fotoquelle: xpb.cc

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