Ford hat sich nach dem Doppelsieg für Griechenland viel vorgenommen

Rallye 2009

— 08.06.2009

Ford: Cleverness statt maximale Attacke

Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala wissen, dass bei der materialmordenden Rallye Griechenland nur Umsicht der Weg zum Erfolg sein kann

Fuballgroe Felsbrocken, scharfkantige Schlaglcher, hllische Hitze: Die Rallye-Weltmeisterschaft startet in Griechenland mit einem wahren Hrtetest in die zweite Saisonhlfte. Nach dem Doppelsieg auf Sardinien blickt das Ford-Werksteam den speziellen Anforderungen der "Akropolis" (11. bis 14. Juni) erwartungsvoll entgegen: Sechs der vergangenen neun Auflagen dieses fr seine besonders materialmordenden Wertungsprfungen berchtigten WM-Klassikers im Land der Gtter wurden eine klare Beute des Ford Focus RS WRC - eine Erfolgsgeschichte, die die Fahrerpaarungen Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen und Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila an diesem Wochenende fortschreiben wollen.

"Die Strecken der Rallye Griechenland sind unheimlich grob", schickt der 28-jhrige Hirvonen voraus. "Die 'Akropolis' ist in diesem Jahr der einzige WM-Lauf, bei dem wir Fahrer akut darauf achten mssen, die Haltbarkeit unserer Autos nicht zu berfordern - obwohl es vom ersten Meter an voll zur Sache geht. Dies spielt speziell beim Anbremsen eine groe Rolle, aber auch der Verschlei der Reifen ist ein wichtiger Faktor."

Nicht nur die Turbo-Allradler der Drift-Elite kommen auf den steinigen Eselspfaden westlich von Athen an ihre Grenzen. Ebenso wie Motoren und Getriebe leiden auch die Piloten unter den hochsommerlichen Temperaturen am Peloponnes - Klimaanlagen sind in den Wettbewerbsgerten nicht vorgesehen. Eine ausgeprgte krperliche Fitness und stndige Flssigkeitszufuhr sollen der gefrchteten Dehydrierung vorbeugen.

"Ich spre die Hitze insbesondere vor den Wertungsprfungen am rgsten, wenn wir selbst die Vorder- gegen die Hinterrder tauschen und auch, wenn wir angeschnallt mit geschlossenem Overall und mit Helm fr drei oder vier Minuten auf das Startsignal warten", so Hirvonen. "Einmal unterwegs, geht es. Dann kommt auf den gewundenen, von vielen Spitzkehren geprgten Passstraen trotz der vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten Frischluft ins Auto. Zudem bin ich dann so auf das Fahren und die Ansagen von Jarmo konzentriert, dass mir die Wrme nichts mehr ausmacht."

Beflgelt von seinem berragenden Sieg bei der Rallye Italien reist Jari-Matti Latvala mit frisch gestrktem Selbstbewusstsein gen Griechenland. "Nach Sardinien mchte ich auch die 'Akropolis' gewinnen", gesteht der 24-Jhrige, der erst vor Kurzem mit einem Ford Escort RS1800 die Historic-Rallye Lahti fr sich entscheiden konnte. "Statt 'maximaler Attacke' zhlt dieses Mal eher eine konstant-schnelle, stets an das Tempo der anderen angepasste Fahrweise - das ist der clevere Weg. Ob wir auch von unserer spteren Startposition am Freitag profitieren knnen, sehen wir jedoch erst beim Abfahren der Prfungen vor Ort - denn fast alle Strecken stellen fr uns im Vergleich zu den Vorjahren Neuland dar."

Gerade diesem Erstellen des "Gebetbuchs", aus dem der Copilot whrend der Veranstaltung seinem Fahrer die jeweils bevorstehenden Kurven ansagt, kommt rund um das Rallye-Zentrum Loutraki besondere Bedeutung zu. Latvala: "Wir mssen schon dabei hochkonzentriert bleiben, um keine Fehler einzubauen. Dabei ist gerade auf langsamen Prfungen die Versuchung gro, zu viele Informationen in den Schrieb zu packen."

Fotoquelle: Ford

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