Sébastien Loeb weiß, dass man in Griechenland seine Reifen schonen sollte

Rallye 2009

— 08.06.2009

Loeb: "Ein extremer und schwieriger Lauf"

Citroën-Star Sébastien Loeb will in Griechenland zurück auf die Siegerstraße, erwartet sich aber an diesem Wochenende keinen Spaziergang

Am kommenden Wochenende wird mit der Rallye Griechenland die zweite Hälfte der WRC-Saison 2009 eingeläutet. Fünf der bisher sechs Läufe hat Citroën-Star Sébastien Loeb gewonnen, doch bei der letzten Rallye auf Sardinien riss seine Siegesserie. Der Franzose hatte am Freitag taktiert, wurde dann aber am Samstagnachmittag durch einen Reifenschaden zurückgeworfen. Zudem kassierte er am Ende noch eine Zwei-Minuten-Strafe und rutschte von Rang drei zurück auf vier.

"Man muss sich fragen, ob es wirklich so wichtig ist, nicht als Erster auf die Piste zu gehen", reflektierte Loeb rückblickend. "Selbst wenn der Reifenschaden und die Strafe nicht gewesen wären, wäre es wohl sehr schwer gewesen, an Jari-Matti Latvala vorbeizukommen. Wir hätten dann am Sonntagmorgen sicher das Problem mit dem Staub gehabt. Ich muss mit dem Ergebnis nicht unzufrieden sein, denn wir haben auf Mikko Hirvonen nur drei Punkte verloren."

Doch in Griechenland will Loeb wieder zurück auf die Siegerstraße. Der Servicepark ist umgezogen nach Loutraki. Damit wird auch über eine neue Route und über Prüfungen gefahren, sie schon seit vielen Jahren nicht mehr benutzt wurden. Loeb konnte die Rallye, die wegen ihrer materialmordenden Pisten und der großen Hitze als absoluter Härtetest gilt, bisher zweimal gewinnen, 2005 und 2008. Im vergangenen Jahr war für ihn der Schlüssel zum Erfolg, dass er sich keinen Reifenschaden zugezogen hat.

"Es war einfach nicht möglich, die ganze Rallye über Vollgas zu fahren. Mir war recht schnell klar, dass meine Reifen die lange "Aghii Theodori"-Prüfung nicht überstehen würden, wenn ich voll attackiere", so Loeb. "Ich habe in Sachen Pace einen ganz guten Kompromiss gefunden und konnte so diese Schleife ohne Plattfuß überstehen. Wenn man die nötige Erfahrung hat, entwickelt man ein Gespür dafür, was man seinem Material zumuten kann."

Auch in diesem Jahr ist Vollgasfahren nicht alles bei der Rallye Griechenland, weiß Loeb: "In den raueren Abschnitten darf man manchmel einfach nicht zögern, vom Gas zu gehen, um einen Platten oder sonstige Schäden zu vermeiden. Unser Auto und unsere Reifen sind sehr stark, aber wir sprechen hier von extremen Bedingungen, vor allem, wenn es heiß ist."

Sein Ziel ist klar: WRC-Sieg Nummer 53 soll eingefahren werden: "Wir haben in der WM 17 Punkte Vorsprung und wir sollten in der Lage sein, das zu verwalten, aber ich fahre ganz klar auf Sieg. Wie wir auf Sardinien gesehen haben, gibt es für gar nicht seine Garantie. Wir können uns nicht leisten, es lockerer anzugehen. Ich erwarte mir eine schwierige Rallye, vor allem, weil unsere Gegner die Angewohnheit haben, in Griechenland immer sehr stark zu sein."

Sein Citroën-Teamkollege Daniel Sordo zog sich im vergangenen Jahr in Griechenland gleich mehrere Reifenschäden zu und wurde am Ende Fünfter. In diesem Jahr möchte der Spanier besser abschneiden: "Die neuen Prüfungen machen die Rallye interessant. Ich glaube schon, dass ich vorn an der Spitze mitmischen kann. Im vergangenen Jahr hat uns das Glück gefehlt, aber wir waren durchaus konkurrenzfähig. Deshalb versuche ich jetzt, konstant zu fahren und mein Auto so gut wie möglich zu schonen. Mein Ziel ist wie immer, so viele Punkte wie möglich zu holen, damit Citroën die Führung in der Markenwertung ausbauen kann."

Fotoquelle: xpb.cc

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