In den Bergen Griechenlands wird Mensch und Maschine alles abverlangt

Rallye 2009

— 10.06.2009

Griechenland: Hitzeschlacht im Land der Götter

Vorschau auf die Rallye Griechenland: Auch wenn die Route größtenteils neu ist, erwartet die Piloten beim Klassiker einer der größten Härtetests des Jahres

Die Rallye Griechenland gilt als einer der großen Klassiker im WRC-Kalender. Wo die Götter des Olymps zu Hause sind, kämpfen die "Götter am Lenkrad" seit 1973 um WM-Punkte. Seitdem konnte die Rallye Griechenland nur einmal nicht als WM-Lauf stattfinden: Im Jahr 1974 fiel der auch als "Akropolis-Rallye" bekannte Lauf wegen der Ölkrise aus. Doch seitdem werden Mensch und Maschine in den griechischen Bergen Jahr für Jahr wieder an ihre Grenzen getrieben.

Wer dachte, auf Sardinien sei es schon im wahrsten Sinne des Wortes "heiß" zur Sache gegangen, der wird in Griechenland eines Besseren belehrt. Die Temperaturen klettern noch höher, 35 Grad werden am kommenden Wochenende erwarten. In den Cockpits wird es damit 45 Grad heiß - oder sogar noch heißer. Nur wer absolut fit ist, kann diese Tortur einigermaßen gut überstehen.

Trotz der körperlich anstrengenden Hitze müssen die Piloten hellwach und konzentriert sein. Denn die griechischen Prüfungen sind berühmt-berüchtigt, weil das schroffe Terrain extrem materialmordend ist. Große Felsbrocken auf den Schotterpisten können zudem zur Gefahr werden. Hier ist nicht nur der pure Speed gefragt, sondern man muss auch wissen, wann man vom Gas geht, um Auto und Reifen zu schonen. Reifenschäden sind an der Tagesordnung und haben schon für viele Teilnehmer den Traum von der Topplatzierung zunichte gemacht.

Die Basis der Rallye Griechenland zieht öfter um. In jüngster Zeit waren Servicepark und Hauptquartier in Athen beheimatet, doch nun haben sich die Veranstalter eine neue Heimat ausgesucht. Der Servicepark befindet sich in diesem Jahr im Ort Loutraki am Kanal von Korinth. Der Kanal verbindet das Mittelmeer mit der Ägäis und trennt damit die Halbinsel Peloponnes vom griechischen Festland. Loutraki ist berühmt für sein Heilwasser und lockt die Touristen mit natürlichen Quellen und Thermalbädern.

Loutraki befindet sich etwa 85 Kilometer westlich von Athen. Durch den Umzug der Rallye-Basis konnte die Route der Rallye Griechenland umfassend verändert werden. Manche Prüfungen, die schon seit den 1980er-Jahren nicht mehr benutzt wurden, wurden wieder in die Route aufgenommen. Weiter mit dabei ist aber der Klassiker "Aghii Theodori", der am Sonntag zweimal durchfahren wird.

Ursprünglich waren 17 Schotterprüfungen mit einer Gesamtlänge von 371,02 Wertungskilometern geplant. Doch die dritte Wertungsprüfung, die 21,03 Kilometer lange "Evangelistria" wurde kurzfristig gestrichen, da die Veranstalter fürchten, dass der dortige Schotterbelag zu sehr aufreißen könnte. Damit werden nun 16 Wertungsprüfungen quer durch die Berge am Golf von Korinth gefahren.

Eröffnet wird die Akropolis-Rallye am Donnerstagabend (11. Juni) mit dem Ceremonial Start auf einer Brücke über dem Kanal von Korinth. Am Freitag geht es für die 47 Crews dann vom Servicepark in Richtung Norden auf kurvige und schroffe Bergpisten. Zudem gibt es am Freitag nur einen Remote-Service in Itea. Da deshalb Ersatzteile nur beschränkt zur Verfügung stehen, gilt es, den ersten Tag einigermaßen heil zu überstehen.

Am Samstag bleiben die Crews am Golf von Korinth, doch diesmal geht es Richtung Süden und Westen. Eine Schleife von drei Prüfungen in den Hügeln wird zweimal durchfahren. Doch die ganz große Herausforderung wartet am Sonntag: Bevor die Piloten dem Ziel in Loutraki entgegenfahren können, müssen sie, ihre Autos und ihre Reifen noch zwei Mal die 33 Kilometer lange Monsterprüfung "Aghii Theodori" überstehen.

Fotoquelle: xpb.cc

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