Mikko Hirvonen kann in Griechenland viele Punkte in der WM aufholen

Rallye 2009

— 13.06.2009

SS12: Hirvonen ist kaum noch zu stoppen

Mikko Hirvonen liegt nach dem zweiten Tag der Rallye Griechenland deutlich in Führung: Wenn alle Gegner patzen

Wer soll Mikko Hirvonen jetzt noch stoppen? Der Ford-Pilot hat nach dem zweiten Tag der Rallye Griechenland einen komfortablen Vorsprung von 1:40 Minuten. "Es ist heute viel passiert, aber ich bin wirklich clever gefahren", freute sich der Finne. "Ich habe keine Fehler gemacht, hatte keine Probleme, bin den Steinen aus dem Weg gegangen und habe meine Reifen geschont. Ich war der einzige Fahrer, der problemlos durchkam. Deswegen bin ich jetzt vorne."

Der Samstag verlief äußerst dramatisch, die Rallye Griechenland wurde ihrem ultraharten Ruf mehr als gerecht. Schon nach acht Kilometern in der ersten Prüfung des Morgens erlebte Citroën-Star Sébastien Loeb seine persönliche griechische Tragödie. Der Franzose ging zu schnell in eine Kurve, rammte einen Stein und überschlug sich mit seinem C4 WRC mehrfach. Loeb und sein Co-Pilot Daniel Elena blieben unverletzt, doch ihr Auto ist so beschädigt, dass sie morgen nicht mehr starten können. "Klar, das kostet mich jetzt viele Punkte in der Weltmeisterschaft, aber ich liege immer noch in Führung, das ist die Hauptsache", sagte Loeb. Selbst falls Ford-Rivale Hirvonen die Rallye gewinnen sollte, hätte Loeb in der Fahrerwertung noch sieben Punkte Vorsprung auf den Finnen.

Zwei Prüfungen später war das Desaster für Citroën perfekt. Loebs Teamkollege Daniel Sordo, der sich gestern Abend taktisch auf Platz zwei zurückfallen ließ und alle Chancen auf einen Sieg hatte, rammte in der letzten Prüfung des Vormittags einen Stein und schied mit gebrochenem Rad aus. Derselbe Stein wurde auch Stobart-Pilot Henning Solberg zum Verhängnis, der sich die Aufnhängung ruinierte und seinen Ford neben dem C4 von Sordo abstellte. Die beiden können morgen wahrscheinlich wieder unter SupeRally-Bedingungen an den Start gehen.

In der vorletzten Prüfung des Tages ging das Drama weiter. Diesmal erwischte es Petter Solberg. Der Norweger hatte nach Sordos Ausfall mit 22 Sekunden Rückstand auf Hirvonen auf Platz zwei gelegen und sah sogar plötzlich die Möglichkeit, die Rallye zu gewinnen. Doch in der elften Wertungsprüfung wurde auch er ein Opfer der harten Bedingungen. Seine Aufhängung machte so schlapp, dass der Dämpfer nach oben durch das Dach schlug. Mit einem extrem waidwunden Xsara schleppte sich Solberg mit fast zwei Minuten Rückstand ins Ziel, was ihn in der Gesamtwertung zurückwarf.

"Wir haben versucht, das Teil noch vor dem Start der Wertungsprüfung zu reparieren. Das hat eigentlich auch geklappt. Aber dann ging es wieder kaputt", beschrieb der Norweger. "Das war einfach Pech." Solberg trat zur letzten Wertungsprüfung des Tages also gar nicht mehr an und startet morgen wieder unter SupeRally-Bedingungen. Gleiches gilt für Mads Östberg, der sich kurz nach dem Start in die vorletzte Prüfung vorn einen Dämpfer gebrochen hatte. Der junge Norweger hatte bis zu seinem Ausfall auf dem starken vierten Platz gelegen.

Morgen stehen noch fünf Prüfungen auf dem Programm der Rallye Griechenland. Das Highlight ist dabei die berühmte "Aghii Theodori"-Prüfung, die zweimal durchfahren wird. In dieser Prüfung erwarten die Piloten lange 33 Kilometer materialmordender Schotterpiste: Hier kann die Entscheidung über Sieg oder Auscheiden, über Triumph oder Tragödie fallen. Der Abschlusstag beginnt um 09:33 Uhr Ortszeit (08:33 Uhr MESZ) mit der Prüfung "Loutraki 1".

Fotoquelle: xpb.cc

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