Sébastien Loeb hat kein Glück: Auch in Polen hatte er einen schweren Unfall

Rallye 2009

— 26.06.2009

SS1-4: Loeb schon raus, Hirvonen führt

Sébastien Loeb hatte schon wieder einen schweren Unfall, Rivale Mikko Hirvonen führt vor seinem Ford-Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Daniel Sordo

Die neue Rallye Polen bot schon in den ersten Prüfungen Dramatik: Für WM-Spitzenreiter Sébastien Loeb ist der Tag und vielleicht auch die Rallye bereits beendet. Nach seinem schweren Crash bei der Rallye Griechenland hat es ihn nun schon wieder erwischt. Loeb, der nach zwei Prüfungen in Führung gelegen hatte und nach der dritten Prüfung mit nur 0,3 Sekunden Rückstand auf Hirvonen Zweiter war, hatte in der vierten Prüfung erneut einen Unfall. Noch ist unklar, wie sehr sein Citroën C4 WRC beschädigt ist, doch zumindest Loeb und sein Co-Pilot Daniel Elena sind unverletzt.

"Ich habe nach etwa 1,2 Kilometern in dieser Prüfung gesehen, dass Loeb sich überschlagen hat", berichtete Ford-Pilot Hirvonen, der nach Loebs zweiten Fehler in Folge plötzlich die Möglichkeit hat, die Führung in der WM zu übernehmen. "Das Auto hat aber nicht allzu schlimm ausgesehen. Ich aber habe dann nicht mehr gepusht, ich wollte nicht, dass mir dasselbe passiert. Das ist seltsam, sehr seltsam..."

Hirvonen kommt mit den ultraschnellen Prüfungen dieses Freitags bestens zurecht und sicherte sich bereits zwei Bestzeiten. Der Finne hat in der dritten Prüfung die Führung in Polen übernommen. Neuer Gesamtzweiter ist nun sein Teamkollege Jari-Matti Latvala, der einen Rückstand von 2,4 Sekunden auf Hirvonen hat. Loebs Citroën-Teamkollege Daniel Sordo ist 12,3 Sekunden hinter Latvala Dritter.

Vierter wäre eigentlich Citroën-Junior Evgeny Novikov. Doch auch für ihn endete die vierte Prüfung dramatisch. Der junge Russe flog kurz vor dem Ziel ab und demolierte sein Auto so, dass er wohl auch nicht mehr weiterfahren kann. Damit hat der gerade 20 Jahre alt gewordene Andreas Mikkelsen im Skoda Fabia WRC Platz vier übernommen. Er hat 19,4 Sekunden Rückstand auf die Top 3. "Echt? Cool", sagte der junge Norweger, als man ihm im Ziel seine neue Position mitteilte. "Ich hatte das Gefühl, dass es mit etwas an Motorpower fehlt und in dieser Prüfung gab es viele lange Geraden. Ich habe versucht, die Zeit in den engen Abschnitten wieder wettzumachen."

Das gleiche Problem hat sein Landsmann Petter Solberg. Er hatte in der Zuschauerprüfung gestern Abend die Bestzeit geholt, viel heute auf den extrem schnellen Prüfungen aber zurück und ist aktuell Fünfter, 5,9 Sekunden hinter Mikkelsen. "Es läuft gut, ich gebe Vollgas und riskiere dabei viel. Aber es ist zu schnell für mich, ich kann den Speed einfach nicht mitgehen und habe deshalb immer Zeit verloren", berichtete Solberg über seinen Freitag im alten Citroën Xsara.

Gesamtsechster ist Citroën-Junior Sébastien Ogier vor den beiden Stobart-Piloten Henning Solberg und Matthew Wilson. Evgeny Novikov wird noch als Neunter gewertet, kann aber wohl nicht mehr weiterfahren. Sein Teamkollege Conrad Rautenbach geht als Zehnter in die Mittagspause. Jetzt steht der Service in Mikolajki an, am Nachmittag werden die drei Prüfungen des Vormittags nochmals durchfahren. Los geht es um 14:01 Uhr.

Fotoquelle: Red Bull/McKlein

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