Sébastien Loeb musste in Polen den Verlust der WM-Führung hinnehmen

Rallye 2009

— 29.06.2009

Loeb: "Jetzt bin ich angestachelt"

Dank der Unterstützung der Citroën-Junioren holte Sébastien Loeb in Polen noch zwei Punkte - Teamkollege Daniel Sordo unerwartet noch Zweiter

Zu Beginn der Saison hatte Citroën-Star Sébastien Loeb mit seinen fünf Siegen in Folge alles dominiert. Doch das Blatt wendete sich. Beim achten Saisonlauf, der Rallye Polen, hat er die anfangs deutliche WM-Führung nach seinem zweiten Abflug in Folge verloren. Am Ende gelang Loeb mit Rang sieben die Schadensbegrenzung. Damit holte er noch zwei Punkte und hat deshalb nur einen Zähler Rückstand auf den neuen Spitzenreiter Mikko Hirvonen (Ford).

Nach seinem Abflug am Freitag war Loeb am Samstag als 33. wieder an den Start gegangen. Stück für Stück arbeitete er sich mit Topzeiten wieder nach vorn. Den Rest ermöglichte dann die Hilfe der Citroën-Junioren am Sonntag. "Wir haben Evgeny Novikov und Conrad Rautenbach gebeten, Sébastien vorbeizulassen, damit da Werksteam so viele Punkte wie möglich holt", sagte Citroën-Sportchef Olivier Quesnel. "Es war ein sehr schwieriges Wochenende, aber unser Team hat hier die meisten Punkte geholt. Wir haben unseren Vorsprung an der Spitze der Markenwertung auf 17 Punket ausgebaut und Seb liegt in der Fahrerwertung nur einen Punkt hinter Mikko Hirvonen."

"Mit Platz sieben kann ich natürlich nicht zufrieden sein, aber wir konnten den Schaden an diesem Wochenende doch noch begrenzen", bilanzierte Loeb. "So wie die Dinge nach dieser Rallye stehen, könnten diese zwei Punkte am Ende des Jahres noch sehr wertvoll werden. Ich bin jetzt richtig angestachelt und heiß auf die nächsten Läufe."

Quesnel jedenfalls hat keine Bedenken, dass sein Superstar wieder Weltmeister wird: "Ich bin immer noch zuversichtlich, denn er ist fünfmaliger Weltmeister, er hat 52 Siege geholt und er ist mental sehr stark. Ich bin sicher, dass das, was hier passiert ist, nicht sein Fehler war. Finnland und Australien könnten schöne Rallyes werden. Spanien sollte vor allem uns liegen. Ich bin sicher, dass der Fight bis zur letzten Rallye dauert. Und es wird eng!"

Zur großen Punkteausbeute von Citroën trug vor allem Daniel Sordo bei. Der Spanier erlebte am Ende der Rallye noch eine positive Überraschung. Er hatte sich schon mit Platz drei begnügt, doch dann schied Ford-Pilot Jari-Matti Latvala in der abschließenden Zuschauerprüfung noch aus und Sordo rutschte vor auf Platz zwei. "Nach Sebs Problem am ersten Tag war ich in einer schwierigen Lage, denn dadurch musste ich sicherstellen, dass ich mindestens Dritter werde und viele Punkte hole", sagte Sordo. "Trotzdem konnte ich auch dann Topzeiten fahren, wenn die beiden Ford-Piloten Vollgas gegeben haben. Jari-Matti tut mir natürlich leid, ich weiß, wie enttäuschend es ist, wenn man in der letzten Prüfung ausfällt."

Fotoquelle: xpb.cc

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