Mikko Hirvonen hat sich mit Testfahrten auf die Heimrallye in Finnland vorbereitet

Rallye 2009

— 23.07.2009

Hirvonen: "Der Druck lastet auf Loeb"

Mikko Hirvonen hat sich mit Testfahrten auf die "Mission Heimsieg" in Finnland vorbereitet - Tödliche Unfälle vom Wochenende stimmen ihn nachdenklich

In einer Woche wird es in der Rallye-Weltmeisterschaft wieder ernst: Die Rallye Finnland (31. Juli bis 02. August) markiert das Ende der Sommerpause. Ford-Pilot Mikko Hirvonen geht mit großer Zuversicht in seinen Heimlauf, schließlich konnte er vor der Pause seinen Erzrivalen Sébastien Loeb (Citroën) noch von der Tabellenspitze verdrängen.

"Ich denke, dass der gesamte Druck auf Sébastien lastet", erklärt Hirvonen. "Denn ich habe zuletzt zwei Siege geholt, während er einige Schwierigkeiten hatte. Ich bin sehr entspannt und motiviert. Ich will auf diesem Niveau weitermachen." In der Fahrerwertung hat Hirvonen allerdings nur einen Punkt Vorsprung auf Loeb.

Bei Testfahrten hat der Finne daran gearbeitet, das Handling seines Ford Focus zu verbessern. Dabei spulte Hirvonen 250 Kilometer ohne größere Probleme ab. Zu einem kuriosen Zwischenfall kam es allerdings schon.

"Ich bin in einer Kurve etwas weit herausgetragen worden und habe einen Briefkasten gerammt, der dann wie eine Rakete in den Himmel geschossen ist", berichtet der Finne lachend. "Nach dem Test habe ich dann mit den Besitzern des Briefkastens gesprochen. Sie haben mir erzählt, dass es sich um ein Sommerhaus handelt und dort schon seit Längerem keine Post mehr hin geschickt wurde. Aber natürlich war ausgerechnet am Montag ein Paket in dem Briefkasten - mit einer nagelneuen Digitalkamera. Sie funktioniert aber noch!"

Wieder ernst wird Hirvonen, als er sich einem anderen Thema zuwendet. Das vergangene Wochenende hat gezeigt, wie gefährlich der Motorsport ist. In der Formel 2 starb Henry Surtees, im Rallyesport gab es gleich zwei tödliche Unfälle. In Estland wurde ein Zuschauer getötet, als er außerhalb der Zuschauerbereiche Fotos machen wollte. Bei der Rallye Bulgarien kam Co-Pilot Flavio Gugelmini bei einem Unfall ums Leben.

Das stimmt auch Hirvonen nachdenklich: "Das waren sehr traurige Ereignisse. Die Gefahr ist ein Teil dieses Sports, auch wenn ich sie nicht wahrnehme", sagt er. Das einzige, was man tun kann, ist die Auto so sicher wie möglich zu bauen: "In unseren Autos wurden robuste Sicherheitssitez eingebaut, die nun auch einen Seitenaufprallschutz haben. Auch mit HANS wurde viel für die Sicherheit getan."

Fotoquelle: xpb.cc

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