Mikko Hirvonen will seine WM-Führung beim Heimspiel in Finnland ausbauen

Rallye 2009

— 24.07.2009

Ford reist zuversichtlich nach Finnland

Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala wollen die Fans bei ihrem Heimspiel begeistern und die Titeljagd in Finnland weiter vorantreiben

Die finnische Fahrerpaarung des Ford-Werksteams brennt auf ihr Heimspiel, die Rallye Finnland: Sowohl Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen als auch Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila rechnen sich gute Chancen auf ihren ersten Sieg bei dem früher als "1000-Seen-Rallye" bekannten Klassiker aus. Für Ford WRC-Pilot Hirvonen geht es beim neunten von zwölf Saisonläufen sogar um den WM-Titel: Nach zwei überzeugenden Triumphen in Griechenland und Polen reist der 28-Jährige als Tabellenführer in seine Heimat und die des Rallye-Sports.

Der Sieg bei der wegen ihrer enormen Geschwindigkeiten auch "Grand Prix von Finnland" genannten Veranstaltung gilt als Traum jedes Rallye-Piloten, die Atmosphäre wegen der zahllosen begeisterten Fans entlang der Strecken ist einzigartig. Wie üblich führen die Wertungsprüfungen über ultraschnelle Schotterwege mit zahlreichen Kuppen, welche die WRC-Autos als Rampen für gigantische Sprünge nutzen.

Hirvonen als entspannter WM-Spitzenreiter

Gegenüber dem Vorjahr steht rund ein Drittel der insgesamt 345,15 WP-Kilometer neu im Streckenplan. Dennoch genießen die Finnen, die auf den anspruchsvollen Waldwegen das Rallyefahren lernten, einen großen Heimvorteil - in 58 Jahren konnten nur sieben "Ausländer" hier gewinnen. Die relativ breiten Strecken weisen eine harte und sehr ebene Fahrbahnoberfläche auf. Dennoch verlangt das Schnellfahren dort nicht nur viel Mut, sondern auch Feingefühl.

So verstecken sich hinter den Sprungkuppen oft leichte Biegungen, sodass die Linie vor dem "Take-off" exakt passen muss, um die Kurve optimal zu erwischen und viel Schwung mitzunehmen. Der aktuelle Spitzenreiter Hirvonen startete bereits sieben Mal in Finnland und erreichte dabei zwei Mal den zweiten Platz. Auf seine Titelchancen angesprochen, erklärt er: "Ich sehe die restlichen vier Läufe jetzt als eine Mini-Saison mit drei Schotter- und einer Asphaltrallye."

"Ich führe die WM an, also liegt der Ausgang in meiner Hand. In Finnland als Erster auf die Strecke zu gehen, ist keine optimale Ausgangsposition - im vergangenen Jahr habe ich deswegen die Rallye verloren." Der Finne, der am Freitag seinen 29. Geburtstag feiert, weiß um die Tücken seines Heimspiels: "Die Konkurrenzdichte ist so eng, dass ein kleiner Fehler schon große Auswirkungen haben kann."

Latvala baut auf die Unterstützung der Fans

"Und wenn du am Limit fährst, sieht auch eine Kurve oder ein Sprung, den du eigentlich gut kennst, oft ziemlich anders aus. Wenn das Auto weiter oder höher fliegt als erwartet, kann das zu bösen Überraschungen führen." Auch für Hirvonens Teamkollege Latvala - 2009 ebenfalls zum siebten Mal bei der "1000 Seen" am Start - ist das Heimspiel etwas Besonderes: "Die vielen Fans spornen uns natürlich an. Gleichzeitig stehe ich nach meinem Fehler in Polen unter mehr Druck als üblich."

"Aber ich bleibe relaxt, weil ich den Rückhalt des gesamten Teams habe", erklärt der 24-jährige Finne. "Mein Job ist es, Punkte einzufahren und Mikko bei seiner Titeljagd zu unterstützen. In Polen kam ich bei einer ähnlich schnellen Rallye gut zurecht, daher gehe ich zuversichtlich an den Start."

Am Donnerstag vor der Rallye schloss das Team einen viertägigen Test in Finnland ab, bei dem Hirvonen und Latvala jeweils über 500 Kilometer zurücklegten und die Fahrzeugabstimmung für den Saisonhöhepunkt optimierten. In Finnland steuern Khalid Al-Qassimi/Michael Orr ein drittes WRC-Autos des Werksteams. Für Stobart starten Henning Solberg/Cato Menkerud und Matthew Wilson/Scott Martin.

Munchi's Ford setzt für Federico Villagra/Jorge Perez Companc, Matti Rantanen/Mikko Lukka und Mattias Therman/Janne Perälä gleich drei Ford Focus RS WRC ein. Zudem starten die Privatiers Jouni Arolainen/Risto Pietiläinen auf einem Ford Focus RS WRC aus dem Jahr 2005. Die Rallye Finnland bildet zudem die vierte Runde zur Fiesta Sporting Trophy, für die diesmal neun Ford Fiesta ST-Teams genannt haben.

Fotoquelle: xpb.cc

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