Sébastien Loeb weiß, dass sich nun keiner mehr Fehler erlauben darf

Rallye 2009

— 27.07.2009

Loeb hofft auf psychologischen Vorteil

Drei Fragen an Sébastien Loeb: Der Citroën-Star über die Sommerpause und den packenden Endspurt im Titelkampf

Frage: "Wir beurteilst du die Situation in der Rallye-Weltmeisterschaft vor dem neunten Saisonlauf?"
Sébastien Loeb: "So, wie die Dinge im Moment stehen, ist es schwierig, einen ganz freien Kopf zu haben. Aber ich bin recht entspannt. Und auch, wenn es ein paar Leute geschrieben haben, habe ich meine Ferien nicht im Formel-1-Simulator verbracht! Ich habe einfach versucht, die kurze Pause optimal zu nutzen und mir Zeit für mich zu nehmen."

"Wir hatten zu Hause Besuch von Freunden und wir waren ein Wochenende in den Alpen beim Mountainbiken, Raften und Kajakfahren. In der Saison 2009 stehen nur noch vier Läufe aus und uns bleibt gar nichts anderes übrig, als anzugreifen! Selbst, wenn man nur kalkulierte Risiken eingeht, kann alles passieren. Und das macht diese Meisterschaft so herausfordernd..."

Frage: "Wie sehr hat es dich beeinflusst, dass du am ersten Tag der Rallye Polen aufgeben musstest?"
Loeb: "Das hat mir natürlich nicht besonders gefallen. Wenn ich den Baumstumpf bei der Recce gesehen hätte, dann hätte ich in notiert und wäre in dieser Kurve eine andere Linie gefahren. Aber so bin ich genau so durch die Kurve gefahren, wie ich es vorhatte und der Baumstumpf hat den Hilfsrahmen der vorderen Radaufhängung beschädigt."

"Wie immer, wenn wir ein Problem haben, hat sich unser Technikteam den Hilfsrahmen genau angesehen und festgestellt, dass ein Produktionsfehler vorlag. Ansonsten hätte der Rahmen den Schlag sicher aushalten können. Aber das wissen wir nicht sicher."

Frage: "Jetzt stehen nur noch vier Rallyes an. Wie wirst du sie angehen?"
Loeb: "Im vergangenen Jahr haben wir gezeigt, dass wir die Finnen auf ihrem eigenen Terrain schlagen können. Die Rallye Australien ist für alle etwas Neues, deshalb haben wir alle die gleiche Ausgangslage. In Spanien sollten wir vom Papier her im Vorteil sein, aber ich weiß durchaus, wie sehr sich Mikko auf Asphalt verbessert hat. Die Saison endet mit der Rallye Großbritannien. Wir haben dort im vergangenen Jahr gewonnen, aber auch Mikko dürfte sich dort sehr wohlfühlen."

"Es verspricht, ein sehr enger und spannender Saisonendspurt zu werden. Es kann so oder so ausgehen, falls einer von uns bei einem Lauf ausscheidet. Sollte das passieren, dann ist es wahrscheinlich unmöglich, noch aufzuholen, wenn der andere keinen Fehler macht. Eines ist klar: Wenn ich in Finnland gewinne, dann habe ich bei den letzten drei Rennen einen psychologischen Vorteil..."

Fotoquelle: xpb.cc

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