Mikko Hirvonen liegt bei seinem Heimlauf ganz knapp in Führung

Rallye 2009

— 31.07.2009

SS1-5: Hirvonen zum Auftakt vorn

Nach der ersten Schleife der Rallye Finnland führt Mikko Hirvonen vor Sébastien Loeb und Daniel Sordo - Kimi Räikkönen schlägt sich hervorragend

WM-Leader Mikko Hirvonen hat zum Auftakt der Rallye Finnland die Nase vorn. Der Ford-Pilot führt nach der ersten Schleife von fünf Wertungsprüfungen, sein Vorsprung ist jedoch minimal. Nur 3,6 Sekunden dahinter lauert sein Rivale Sébastien Loeb auf Rang zwei. Dritter ist weitere acht Sekunden dahinter dessen Citroën-Teamkollege Daniel Sordo. Jari-Matti Latvala liegt im zweiten Werks-Ford auf Rang vier.

Die Rallye begann mit einer Zuschauerprüfung gestern Abend auf der Trabrennbahn in Killeri. Schnellster auf dem zwei Kilometer kurzen Parcours war Loeb, doch als heute Morgen die "richtigen" Wertungsprüfungen begannen, konnte Hirvonen die Führung übernehmen. Der Lokalmatador holte die Bestzeiten in der zweiten und der dritten Prüfung, danach konnte Loeb jedoch mit zwei Bestzeiten in Folge wieder aufholen.

Vor allem in der vierten Wertungsprüfung hatte Hirvonen Probleme: "Ich hatte keinen guten Rhythmus. Die vierte Prüfung war technisch etwas schwieriger und da ist es nicht leicht, ein gutes Tempo zu finden. Aber soweit ist alles okay, ich spüre keinen allzu großen Druck." Zudem hat Hirvonen den Nachteil, als "Straßenkehrer" auf die Piste zu müssen. Bei den zweiten Durchfahrten heute Nachmittag dürfte dieser Nachteil aber nicht mehr so groß sein.

Vorjahressieger Loeb erlebte einen turbulenten Vormittag. Nach seiner Bestzeit gestern Abend fiel er zunächst zurück auf Rang zwei. In der dritten Prüfung gelang ihm nur die sechstschnellste Zeit, das warf ihn zurück auf Rang vier. Doch danach konnte er sich mit zwei Bestzeiten wieder nach vorn arbeiten. "Ich hatte Zeit verloren, weil ich nicht das nötige Vertrauen hatte", berichtete der Franzose. "Ich habe dann ein etwas am Differenzial und der Aufhängung geändert und jetzt kann ich wirklich pushen."

Teamkollege Sordo ist mit seinem bisherigen Auftritt ebenfalls zufrieden. Gleiches gilt für den jungen Ford-Finnen Latvala. Nachdem er 2007 und 2008 schon zum Auftakt der Rallye in der "Mökkiperä"-Prüfung abgeflogen war, ging er es diesmal mit der nötigen Umsicht an. "Der Fehler, den ich in Polen gemacht habe, schmerzt mich immer noch, deshalb habe ich nicht allzu viel gepusht", sagte er. Diesmal kam er sogar heil durch "Mökkiperä": "Endlich habe ich es durch diese Prüfung geschafft. Da war ich schon etwas nervös. Aber nachdem ich das nun hinter mir habe, kann ich mich auf den Rest der Rallye konzentrieren."

Hinter den Top 4 hat sich bereits eine Lücke gebildet. Fünfter ist Mads Östberg im Adapta-Subaru, der rund 23 Sekunden Rückstand auf Latvala hat. Munchi's-Gaststarter Matti Rantanen ist Sechster vor Henning Solberg (Stobart) und Jari Ketomaa im Subaru Impreza. Sébastien Ogier (Citroën JT) und Matthew Wilson (Stobart) komplettieren die Top 10.

Zwei prominente Ausfälle hat es auch schon gegeben. Schon in der ersten Prüfung am Morgen flog Citroën-Junior Evgeny Novikov ab. Er schleppte seinen stark beschädigten C4 zwar noch mit fünf Minuten Rückstand ins Ziel, blieb danach aber liegen und beendete den Tag vorzeitig.

Pech für Petter Solberg, Lob für Räikkönen

In der vierten Wertungsprüfung kam der Rückschlag für Petter Solberg. Der Norweger hatte sich in seinem alten Citroën Xsara bis auf Rang zwei nach vorn gekämpft. Doch dann landete er im Straßengraben. "Es lief gut, bis wir nach einem Sprung gelandet sind und gleich einen Reifenschaden hatten", erklärte Solberg. "Danach konnte ich kaum noch lenken und kurz vor dem Ziel hatte ich so Untersteuern, dass ich von der Piste flog. Es ist zu schade - wir waren gut unterwegs und haben keine Fehler gemacht. Jetzt haben wir zwei Reifenschäden und nur ein Ersatzrad." Da auch noch das Bodywork seines Xsara beschädigt war, beendete auch Solberg den Tag vorzeitig.

Besondere Aufmerksamkeit bekommt bei der Rallye Finnland auch Gaststarter Kimi Räikkönen. Und der Formel-1-Pilot schlägt sich im Abarth Grande Punto S2000 hervorragend. Räikkönen kann das Tempo seiner erfahrenen Rivalen in vergleichbaren Autos durchaus mitgehen und liegt derzeit auf Rang 19. "Wir haben zwar einmal eine Abzweigung verpasst, aber jetzt fährt er perfekt", lobte Beifahrer Kaj Lindström.

Jetzt steht der Mittagsservice in Jyväskylä an. Heute Nachmittag werden die vier Prüfungen des Vormittags ein zweites Mal durchfahren. Abgeschlossen wird der erste Tag mit einer weiteren Zuschauerprüfung heute Abend in Killeri.

Fotoquelle: xpb.cc

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