Kimi Räikkönen konnte mit seiner Performance auch die Stars beeindrucken

Rallye 2009

— 03.08.2009

Viel Lob für Räikkönen, Interesse von Vettel

Kimi Räikkönen erntet nach seinem WRC-Debüt viel Lob von den Stars der Szene, Finnland-Zaungast Sebastian Vettel schließt eigene WRC-Auftritte nicht aus

Kimi Räikkönens WRC-Debüt bei der Rallye Finnland endete zwar bereits am Samstagabend nach einem Überschlag. Doch bis dahin konnte der "Iceman" selbst die Stars der Rallyeszene mit seiner Leistung mehr als beeindrucken. Räikkönen legte in seinem Fiat Grande Punto S2000 ein Tempo an den Tag, als ob er schon seit Jahren nichts anderes macht, als über Schotterpisten zu driften.

Zum Zeitpunkt seines Ausfalls lag er in der Gruppe N als Dritter auf Podiumskurs, in der Gesamtwertung belegte er den respektablen 15. Rang - obwohl er immer wieder durch massive Motorenprobleme ausgebremst wurde und auf eine den Motor schonende Fahrweise umschalten musste. Damit ließ Räikkönen bei seiner ersten vierten Rallye und seinem ersten Lauf auf internationaler Ebene zahlreiche erfahrene und etablierte Piloten hinter sich.

"Er hat sich wirklich gut geschlagen", lobt der fünfmalige Weltmeister und WRC-Superstar Sébastien Loeb. "Er hat pro Kilometer auf Juho Hänninen (Gruppe-N-Sieger; Anm. d. Red.) und die anderen Toppiloten seiner Gruppe nur eine Sekunde verloren. Und das ist beim Debüt und dann auch noch bei der Rallye Finnland wirklich eine sehr starke Leistung. Er konnte sein Auto bis zum Samstagabend auf der Straße halten. Doch so ein Abflug kann jedem passieren. Ich war überrascht - er ist wirklich schnell gefahren."

"Ich kann mich Sébastien nur anschließen", pflichtet Finnland-Sieger Mikko Hirvonen bei: "Er war wirklich sehr gut unterwegs, wenn man bedenkt, das ser zuvor erst zweimal eine Rallye mit Aufschrieb gefahren ist. Er hat wirklich gute Zeiten hingelegt."

Auch Hirvonens Teamkollege Jari-Matti Latvala, der in Finnland Dritter wurde, war von Räikkönen beeindruckt: "Dafür, dass er keine Erfahrung hat, hat er sich wirklich gut geschlagen. Okay, er ist am Ende von der Piste geflogen, aber sogar ich hatte an derselben Stelle eine Schrecksekunde. Das war keine einfache Kurve und so etwas kann passieren."

Räikkönen schloss in Finnland nicht aus, nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere ganz in den Rallyesport zu wechseln. Und er hat einen weiteren Kollegen aus der Formel 1 mit seiner Begeisterung angesteckt: Auch Sebastian Vettel hat Blut geleckt. Der deutsche Red-Bull-Star war in Finnland zu Gast bei Loebs Citroën-Team und kann sich durchaus vorstellen, irgendwann selbst über Schotterpisten zu jagen.

"Ich bin zum ersten Mal bei der Rallye-Weltmeisterschaft und es ist faszinierend", so Vettel. "Das ist Highspeed-Action und es ist toll, draußen an den Prüfungen zuzuschauen - auch wenn ich leider nicht selbst fahre!"

Doch das könnte sich vielleicht irgendwann ändern: "Es ist fast so schnell wie die Formel 1, aber ohne Auslaufzonen und auf Schotter. Ich konnte mir ein paar Tipps von Sébastien Loeb holen - und es gibt keinen Besseren als ihn. Noch habe ich in der Formel 1 genug zu tun, aber wer weiß: Vielleicht nehme ich eines Tages selbst an der WRC teil - ich hätte nichts dagegen, hier in der Zukunft ein paar Mal zu fahren."

Fotoquelle: xpb.cc

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