So sieht der MINI Countryman aus, der als Basis für die WRC dienen könnte

Rallye 2009

— 20.08.2009

Nach Formel-1-Ausstieg von BMW: Kommt MINI?

Neben FIAT und Volkswagen wird nun auch die von BMW kontrollierte Marke MINI mit einem Einstieg in die Rallye-WM in Verbindung gebracht

Nach den Ausstiegen von Subaru und Suzuki aus der Rallye-WM (WRC) zeichnet sich nun Gesellschaft für die beiden verbliebenen Hersteller Citroën und Ford ab: Während schon länger gemunkelt wird, dass Fiat und Volkswagen in die WRC einsteigen könnten, taucht nun erstmals auch der Name MINI in diesem Zusammenhang auf.

Die traditionsreiche Automobilmarke mit britischen Wurzeln gehört seit etwa einem Jahrzehnt zu BMW - und die Konzernmutter hat ab 2010 bekanntlich kein teures Formel-1-Programm mehr zu finanzieren. Sollte MINI tatsächlich in die WRC einsteigen, dann jedoch "frühestens 2011", wie ein britischer Sprecher der Marke ausrichten lässt. Hintergrund: Die JCW-Performancekits ("John Cooper Works") folgen traditionell erst ein Jahr nach Modelleinführung.

Motorenformat würde perfekt passen

Und für einen WRC-Einstieg in Frage kommen würde kein Fahrzeug der aktuellen Produktpalette, sondern am ehesten der Mini Countryman JCW, ein geplanter Crossover mit 1,6-Liter-Turbomotor und Allradantrieb. Hier greift ein Zähnchen perfekt ins andere, denn laut FIA soll genau dieses Motorenformat künftig auf WM-Ebene eingesetzt werden. Der Countryman wäre also eine perfekte Basis für einen Einstieg.

"Es wäre klasse, MINI in der WRC zu sehen", wird Ex-Rallyepilot Paddy Hopkirk, heute Botschafter für BMW, von 'Motorsport News' zitiert. "Ohne das Formel-1-Projekt könnte mehr Geld für so etwas da sein. Die Menschen lieben den MINI und vor allem lieben sie auch den neuen MINI." Daher schlussfolgert das als seriös geltende Businessmagazin SportsProMedia, dass ein WRC-Einstieg von MINI 2011 großen Sinn machen würde.

ISC an neuen Herstellern interessiert

Ohne konkret auf MINI eingehen zu wollen, bestätigt Simon Long, Geschäftsführer von WM-Rechteinhaber ISC, Verhandlungen mit neuen Interessenten: "Die Diskussionen mit einer Reihe von Herstellern - und privat geführten Teams -, die besonders in der Dämmerung einer aufregenden neuen Ära ernsthaft am Angebot der WRC interessiert sind, gehen weiter." BMW beziehungsweise MINI wäre auch im Kampf gegen die konkurrierende IRC ein Gewinn für die WRC.

Allerdings ist noch keineswegs in Stein gemeißelt, wie BMW sein Motorsportprogramm nach der Formel 1 weiterführen wird. Als sicher gilt derzeit nur, dass sich der Konzern in irgendeiner Form weiterhin im Tourenwagensport engagieren möchte - möglicherweise sogar mit einer komplett neuen Herstellerserie in Konkurrenz zur derzeitigen DTM. Definitive Entscheidungen werden diesbezüglich aber nicht allzu bald erwartet.

Fotoquelle: MINI

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