Malcolm Wilson will Petter Solberg mit allen Mitteln zu Ford locken

Rallye 2009

— 25.08.2009

Wilson: "Der Ball liegt nun bei Petter"

M-Sport-Chef Malcolm Wilson will Petter Solberg unbedingt bald im Ford Focus WRC sehen: "Habe Optionen für dieses und nächstes Jahr vorgestellt"

Petter Solberg hat den M-Sport-Hauptsitz in Großbritannien besucht und sich anschließend ein paar Hausaufgaben mit nach Hause genommen. Der Norweger bekam von Teamchef Malcolm Wilson einige Offerten und muss sich nun entscheiden, ob er eine der Ford-Varianten annimmt. Bei den Gesprächen ging es offenbar nicht nur um die Möglichkeit, bei den WRC-Läufen in Spanien und Wales 2009 im Ford Focus zu sitzen, sondern auch um die Chancen für das kommende Jahr.

"Ich habe ihm mehrere Optionen für Spanien und Großbritannien in diesem Jahr und auch Optionen für das nächste Jahr vorgestellt", sagt Wilson gegenüber 'Autosport' nach einem mehrstündigen Gespräch mit dem Weltmeister von 2003. "Wir haben viele Möglichkeiten durchgespielt. Es gibt verschiedene Optionen und Wege. Der Ball liegt nun bei Petter", so der M-Sport-Chef. Solberg hatte sich nach dem Gespräch Bedenkzeit erbeten. Eine Entscheidung soll bis Ende der Woche fallen.

Wilson widersprach der Ansicht, dass Ford Solberg als strategischen Piloten im Titelkampf zwischen Mikko Hirvonen (Ford) und Sébastien Loeb (Citroën) platzieren möchte: "Er kann den Piloten nicht helfen. Es ist doch klar, was Mikko machen muss. Wenn er jede Rallye vor Sébastien abschließt, dann gewinnt er den Titel. Bei der Herstellerwertung sieht es anders aus. Unter anderem darüber haben wir mit Petter gesprochen."

Bei den Verhandlungen "in netter Atmosphäre" sei es auch um die Sponsoren-Problematik gegangen. Solbergs Hauptgeldgeber kommt aus dem Bereich Transport und Logistik. Einen solchen Sponsor sähe man bei Ford nicht gern. "Er muss nun schauen, was er für machbar hält", so Wilson weiter. "Wir würden ihn gern im Ford sehen und bieten ihm jede erdenkliche Hilfe an. Aber es geht auch um kommerzielle Dinge - auch wenn er das nicht gerne hört."

Ein mögliches Szenario könnte sein, dass Solberg einen Focus des Jahrgangs 2008 aus M-Sport-Bestand für kleines Geld übernimmt und dann privat einsetzt. "Der Vorteil für uns wäre, dass er in einem Ford sitzen würde. Das garantiert weltweite Aufmerksamkeit", erklärt der Teamchef, der einen Einsatz als Werksfahrer zumindest für 2009 ausschloss. Tests sind nicht Bestandteil der Verhandlungen gewesen: "Wenn er den Deal eingeht, dann kann er in Spanien und Wales testen. Er kennt das Auto. Die Entscheidung liegt nun beim ihm."

Fotoquelle: xpb.cc

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