Zum ersten Mal seit 2006 gastiert die WRC in Australien

Rallye 2009

— 02.09.2009

Rallye Australien: Schotteraction an der Gold Coast

Im Land der Aborigenes stehen die Rallyepiloten vor einer Vielzahl Aufgaben: 35 Prüfungen stellen die unterschiedlichsten Anforderungen

Nach zwei Jahren Pause und mehreren Verschiebungen ist es an diesem Wochenende so weit: Die WRC kehrt zurück nach Australien. Allerdings wird nicht mehr an der Westküste in der Region um Perth gefahren, wo die Rallye-WM 19 Jahre lang ihren australischen Lauf ausgetragen hat. Sondern die Rallye-Australien hat an der Gold Coast im Osten ihre neue Heimat gefunden.

Die Rallyebasis befindet sich in Kingscliff, gefahren wird in der Region Tweed. Das Städtchen Kingscliff liegt in einem Nationalpark rund 100 Kilometer von Brisbane entfernt. Der bekannte Gondwana-Forest, durch den die Route am Sonntag führt, ist seit 1986 Unesco-Welterbe. Dieser Regenwald macht der Bezeichnung alle Ehre: Dort fallen im Monat durchschnittlich mehr als 1,1 Liter Regen. Die Organisatoren haben eng mit den regionalen Behörden zusammengearbeitet, um die Auswirkungen der Rallye auf die Umwelt zu minimieren und um das Ökosystem, das für diese Region charakteristisch ist, besonders herauszustellen.

Der Umzug in das Aborigene-Territorium Tweed stellt die weltbesten Rallye-Piloten vor ebenso anspruchsvolle wie variierende Aufgaben. Die Rallye wird mit der Zuschauerprüfung "Kyogle" im Ort Murwillumbah am Donnerstagabend gestartet. Während die "richtigen" Wertungsprüfungen auf Schotter gefahren werden, finden die Zuschauerprüfungen auf Asphalt statt. Dabei fahren nicht wie gewohnt zwei, sondern drei Autos gleichzeitig über den 2,55 Kilometer kurzen Kurs. Dieses Spektakel gibt es an drei Abenden. Am Donnerstag wird die Zuschauerprüfung zweimal durchfahren, damit stehen erstmals in dieser Saison an einem Donnerstagabend zwei Prüfungen an.

Vom Servicepark direkt am Meer geht es dann am Freitag auf schmale und verwinkelte Waldwege nahe des Start-Ziel-Orts Kingscliff. Insgesamt stehen am ersten Tag elf Prüfungen an, bevor am Abend nochmals zwei Durchfahrten der Zuschauerprüfung anstehen.

Am Samstag dürften die Durchschnittsgeschwindigkeiten auf den offeneren, sehr ebenen und weit geschwungenen Strecken am Samstag jenen der Rallye Finnland kaum nachstehen. Am zweiten Tag wird rund um Kyogle gefahren. Der Sonntag schließlich führt das Teilnehmerfeld auf eng gewundenen Wegen durch den Regenwald. Mit 124,48 Kilometern ist der Abschlusstag - anders als bei den meisten Läufen - der längste Tag der Rallye. Dabei steht auch ein Remote-Service an.

Insgesamt haben die gemeldeten 44 Crews 35 Wertunsgprüfungen zu absolvieren, das sind mehr als bei jeder anderen Rallye in diesem Jahr. Inklusive der Verbindungsetappen ist die diesjährige Rallye Australien 1.733,75 Kilometer lang, davon 344,72 Kilometer auf abgesperrten Wertungsprüfungen.

Fotoquelle: xpb.cc

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