Bei der Rallye Australien kamen weniger Tiere zu Schaden als befürchtet

Rallye 2009

— 13.09.2009

Australien-Rallye: Positive Bilanz in Sachen Umweltschutz

Kilometerlange Wildzäune und genaue Beobachtung haben dafür gesorgt, dass bei der Rallye Australien weit weniger Tiere zu Schaden kamen als erwartet

Ein Rallye-WM-Lauf im Naturpark - dass diese Kombination heikel sein kann, ist klar. Und so gab es vor und während der Rallye Australien massive Proteste der Rallyegegner. Sie haben befürchtet, dass die Rallye erhebliche negative Auswirkungen auf die Flora und Fauna, vor allem auf die Koala-Population, haben könnte. Die Organisatoren selbst haben Experten damit beauftragt, die Auswirkungen wissenschaftlich zu erheben. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

"Auf den 344 Kilometern der Wertungsprüfung gab es Zwischenfälle mit zwei Eidechsen, vier Schlangen, neun Vögeln und einem Säugetier. Das ist weit weniger als wir angesichts der großen Zahl an teilnehmenden Rallyeautos erwartet hatten", bilanziert Umweltforscher Dr. Stephen Phillips. Er kann auch erklären, warum die Zahlen so niedrig ausgefallen sind.

"Am Morgen jedes Rallyetages sind zwei Teams mit jeweils drei Ökologen über alle Prüfungen gefahren, um die Strecke zu begutachten", so Phillips. "Gemeinsam mit einem Team hart arbeitender ehrenamtlicher Helfer haben wir mehr als sieben Kilometer Wildzäune aufgestellt. Dazu wurden über 40 Schlüsselstellen an den Prüfungen überwacht. Und an den Wasserläufen und Flüssen wurden Blockaden gegen etwaige Verschmutzungen und Sedimentfallen installiert."

Außerdem wurden spezielle Beobachter an den Stellen platziert, wo vor der Rallye Koalas gesichtet wurden. "Nachdem das letzte Auto durchgefahren ist, haben die Ökologenteams die Prüfungen erneut inspiziert und jedes neue verletzte oder getötete Tier aufgelistet", erklärt Phillips weiter. "Das war eine der größten Operationen dieser Art, die es auf der Welt je gegeben hat."

Fotoquelle: xpb.cc

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