Mikko Hirvonen blickt der heißen Phase im Titelkampf gelassen entgegen

Rallye 2009

— 25.09.2009

Hirvonen: "Ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen"

Mikko Hirvonen betont, wie stark Sébastien Loeb auf Asphalt ist und peilt in Spanien Platz zwei an - Intensive Vorbereitung von Ford

Die Titelentscheidung in der Rallye-Weltmeisterschaft strebt ihrem Höhepunkt entgegen: Die Rallye Spanien (1. bis 4. Oktober), der vorletzte Saisonlauf, besitzt für die Tabellenführer Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen eine vorentscheidende Bedeutung. Nach vier Siegen in Folge verteidigen die Werksfahrer mit ihrem Ford Focus RS WRC einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf Titelverteidiger Sébastien Loeb. Theoretisch haben sie schon in Spanien den Matchball: Der vorzeitige Titelgewinn wäre möglich.

Doch daran möchten Hirvonen und Lehtinen nicht denken. Sie konzentrieren sich eher darauf, auf Loeb auf den schnellen Asphalt-Prüfungen bei Salou und vor dem Schotter-Finale in Wales maximal zwei Zähler zu verlieren. Um optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Titeljagd zu schaffen, hat das Ford-Team im Vorfeld der Rallye Spanien umfangreiche Testfahrten für Hirvonen sowie Jari-Matti Latvala im zweiten Turbo-Allradler des Werks-Rennstalls angesetzt.

Dabei hat Ford auch auf die Unterstützung prominenter Spezialisten zurückgegriffen. So stand zum Beispiel der ehemalige Toppilot Markko Märtin seinen Kollegen während der siebentägigen Asphalt-Tests in Spanien mit Rat und Tat zur Seite. Der Este ist seit 2004 der derzeit letzte Rallye-Fahrer, der Loeb auf diesem Straßenbelag mit aufeinanderfolgenden Siegen auf Korsika und in Spanien schlagen konnte.

Insgesamt legte das Trio bei der Vorbereitung 1.450 Kilometer zurück. Hinzu kamen spezielle Trainingssitzungen mit erfahrenen Rundstrecken-Spezialisten. Hirvonen holte sich Tipps bei dem ehemaligen Langstrecken-Europameister Rob Wilson, Latvala ließ sich vom finnischen Tourenwagen Ass Olli Haapalainen coachen.

"Die Einstimmung auf die Rallye Spanien ist gut verlaufen", bestätigt Mikko Hirvonen. "Wie in den vergangenen drei Jahren auch hat mir Rob Wilson wieder geholfen, meine Sinne für die Asphalt-Prüfungen zu schärfen. Unsere Testfahrten vor Ort waren ebenfalls erfolgreich, der Ford Focus RS WRC fühlt sich gut an - ich hoffe, dies wird sich im Wettbewerb in meinen Zeiten widerspiegeln."

Fühlt er sich angesichts seiner Tabellenführung unter besonderem Druck? "Nein, mich fasziniert diese Situation eher", so der 29-jährige Finne, der sich auf Schotterpisten sichtlich wohler fühlt. "Auch wenn der Titel zum Greifen nah ist, so bleibe ich geerdet und lasse mich nicht aus der Ruhe bringen. Jeder weiß, wie stark Sébastien Loeb auf Asphalt ist. Ich werde mehr als genug damit beschäftigt sein, Platz zwei zu sichern - keine leichte Aufgabe. Acht WM-Punkte jedoch würden mir eine exzellente Ausgangssituation vor dem Saisonfinale in Wales verschaffen. Ich denke, ich bin schnell genug, um dies zu schaffen."

Latvala als helfende Hand

Jari-Matti Latvala, der zum sechsten Mal in Spanien an den Start geht, spulte allein 550 Testkilometer ab. "Ich habe bereits im Vorfeld auf einer finnischen Rennstrecke geübt und konnte diese Erfahrungen bei den Tests in Spanien umsetzen", so der 24-Jährige, der mit seinem Coup in Italien für das Ford-Werksteam eine beispielhafte Erfolgsserie mit fünf Siegen in Folge einläutete. "Leider werden bei dieser WM-Rallye immer mehr Innenkurven durch Barrieren geschützt, um das 'Cutten' - also das Abkürzen über den Seitenstreifen - zu unterbinden. Damit ähnelt die Charakteristik der Wertungsprüfungen noch mehr jener von permanenten Rundstrecken."

Was hat sich der Youngster für den WM-Lauf an der südlich von Barcelona gelegenen Costa Dorada vorgenommen? "Auf das ganze Team wartet eine der schwierigsten Rallyes seit langer Zeit", so Latvala. "Ich bin mit meinen Tests und der Abstimmung, die wir dabei für meinen Ford Focus RS WRC gefunden haben, sehr zufrieden. Im vergangenen Jahr lief ich in Spanien auf Platz sechs im Ziel ein, darauf möchte ich aufbauen. Im Vordergrund aber steht ganz klar, Mikko Hirvonen zu helfen. Er kämpft um die Fahrer-Weltmeisterschaft und genießt deshalb meine volle Unterstützung."

In einem dritten Turbo-Allradler des Werksteams rollen Khalid Al Qassimi/Michael Orr in Salou über die Startrampe. Darüber hinaus sind auch die Stobart-Piloten Henning Solberg/Cato Menkerud und Matthew Wilson/Scott Martin sowie Federico Villagra/Jorge Perez Companc und Paul Bird/Ian Windress mit jeweils einem Munchi's-Ford mit von der Partie.

Fotoquelle: xpb.cc

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