Mit dem Rücken zur Wand: Sébastien Loeb muss unbedingt fünf Punkte aufholen...

Rallye 2009

— 26.09.2009

Loebs Rechenspiele vor dem Endspurt

Sébastien Loeb im Interview über seine Strafe in Australien, sein Erfolgsrezept bei der Rallye Spanien und seine Aussichten im schwierig gewordenen Titelkampf

Sébastien Loeb hätte sich während seiner Siegesserie zu Beginn der Saison wohl auch nicht gedacht, dass der Titelkampf im Endspurt so schwierig für ihn wird. Nach mehreren Rallyes, bei denen es schlecht für ihn lief und nach der unglücklichen Ein-Minuten-Strafe in Australien hat er nun einen Fünf-Punkte-Rückstand auf Ford-Pilot Mikko Hirvonen. Zwei Rallyes in Spanien und Großbritannien stehen noch aus - und dabei will der Citroën-Star das Blatt wieder zu seinen Gunsten wenden.

Frage: "Sébastien, du hattest etwas Zeit, um die Australien-Strafe zu verarbeiten. Wie denkst du jetzt darüber?"
Sébastien Loeb: "Ich hatte vor der Rallye Australien nur ein Ziel. Und das war, vor Mikko Hirvonen anzukommen. Er ist auf einem solchen Terrain sehr stark und ich musste alle Register ziehen, um ihn zu schlagen. Als ich nach dem Zieleinlauf von der Strafe gehört habe, war ich sofort extrem frustriert. Unser C4 WRC war legal, aber ein Fehler in den Homologationsunterlagen hat uns den Sieg wieder genommen, den wir kurz zuvor in den Prüfungen herausgefahren hatten."

"Ich kann auf mein Team nicht sauer sein, weil jeder einen Fehler machen kann. Das gilt in diesem Jahr auch für mich. Aber die Strafe war eine bittere Pille. Ich sage mir aber selbst, dass es schlimmer hätte kommen können, wenn ich hinter Mikko angekommen wäre und nicht in der Lage gewesen wäre, sein Tempo mitzugehen. Sie kam zu einer ungünstigen Zeit, aber das habe ich jetzt abgehakt..."

Frage: "Jetzt geht es zur Rallye Catalunya. Dort bist du seit vier Jahren ungeschlagen. Was ist dein Geheimnis?"
Loeb: "Man braucht einen sauberen Fahrstil, wie auf einer richtigen Rennstrecke. Man muss bis zu den Scheitelpunkten Bremsen und die richtigen Linien wählen. Seit die Veranstaltung nach Salou umgezogen ist, haben wir auch nicht mehr das Phänomen, dass die Kurven bei jedem Auto mehr aufbrechen. Die meisten Straßen wurden frisch asphaltiert, das war ein großer Schritt nach vorn."

"Ich mag diese Prüfungen sehr, ebenso das Fahren am Limit, das dort nötig ist. Um uns auf diese Rallye vorzubereiten, haben wir in der Nähe von Salou getestet. Die Asphalt-Version des C4 WRC wurde im Vergleich zum Vorjahr leicht weiterentwickelt und wir konnten die kleinen Probleme, die wir 2008 hatten, ausbügeln."

Frage: "Zwei Rallyes vor Schluss liegst du fünf Punkte hinter Mikko Hirvonen. Bist du immer noch zuversichtlich, dass du deinen sechsten Weltmeisteritel holen kannst?"
Loeb: "Es ist schwierig, zuversichtlich zu sein, wenn man von den Ergebnissen anderer abhängig ist. Es ist nicht gerade die Situation, in der ich gerne bin, aber ich muss es akzeptieren. Allerdings ist es in Spanien wahrscheinlicher, dass Citroën einen Doppelsieg holt als zum Beispiel in Schweden. Wenn Daniel Sordo oder jemand anderes es schafft, zwischen Mikko und mir anzukommen, dann haben wir schon fast wieder Gleichstand. Wenn das passiert, dann werden wir sehen, wie wir die Rallye Großbritannien angehen werden. Momentan ist meine Priorität, in Spanien zu gewinnen."

Fotoquelle: xpb.cc

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