Daniel Sordo hat am ersten Vormittag in Spanien alle Bestzeiten geholt

Rallye 2009

— 02.10.2009

SS1-3: Citroën gibt das Tempo vor

Nach dem ersten Vormittag der Rallye Spanien führt Daniel Sordo vor Sébastien Loeb, Mikko Hirvonen als Dritter deutlich zurück - Petter Solberg hat viel Spaß

Citroën hat als Ziel für die Rallye Spanien den Doppelsieg vorgegeben - und am ersten Vormittag an der Costa Daurada ließen die beiden Piloten keinen Zweifel daran, dass sie dieses Ziel auch erreichen wollen. Nach nächtlichem Regen waren die Straßen stellenweise noch nass, im Laufe des Vormittags trockneten sie jedoch dank der Sonne allmählich ab. Citroën gab das Tempo vor, Schnellster war jedoch nicht Titelanwärter Sébastien Loeb, sondern sein Teamkollege Daniel Sordo. Der Spanier holte in allen drei Prüfungen die Bestzeit und führt die Rallye nach der ersten Schleife an.

Loeb folgt mit 4,8 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Das sollte dem Franzosen kein Kopfzerbrechen bereiten, denn er weiß, dass ihm Sordo am Ende so oder so den Sieg überlassen wird, falls die Konstellation am Sonntag immer noch so sein sollte. Schließlich zählt im Titelkampf jeder Punkt.

Loebs Rivale Mikko Hirvonen (Ford) folgt auf Rang drei, der aktuelle Tabellenführer ist jedoch schon etwas abgeschlagen. Nach den ersten drei Prüfungen hat er 14,3 Sekunden Rückstand auf Loeb und 19,1 Sekunden Rückstand auf Sordo.

"Es war ein perfekter Morgen, wirklich sehr, sehr gut", fasst Sordo den Vormittag zusammen. "In der ersten Prüfung waren die Bedingungen etwas schwierig, weil es noch nasse Abschnitte gab, aber danach wurden die Straßen besser und besser. Jetzt ist alles völlig trocken und normal - alles ist okay!" Teamkollege Loeb räumt ein, dass er am Morgen ein paar Probleme mit dem Reifen hatte: "Das hat ein paar Sekunden gekostet. Wir hatten ein bisschen Untersteuern. Das ist seltsam, aber wir werden jetzt mit den Ingenieuren sprechen und schauen, ob es am Nachmittag besser wird."

Ford-Pilot Hirvonen war mit dem Handling seines Focus nicht zufrieden. Sein problem sind die steigenden Temperaturen, die jetzt am Mittag auf 23 Grad Celsius geklettert sind. "Es wird schlimmer. Ich kann kein gutes Gefühl entwickeln, wenn die Temperatur steigt - dann bekomme ich viel Untersteuern. Je mehr wir fahren, umso mehr Untersteuern bekommen wir - das ist nicht gut."

Glücklicher Petter Solberg auf Rang vier

Auf Rang vier liegt nach dem ersten Vormittag Petter Solberg. Sein Rückstand auf die Top 3 beträgt zwar schon über 18 Sekunden, doch der Norweger ist bei seinem Debüt im Citroën C4 WRC einfach nur glücklich. "Es ist fantastisch", schwärmt Solberg. "In der Mitte der ersten Prüfung war ziemlich viel Matsch vom Cutten auf der Straße, deshalb bin ich ein bisschen vom Gas gegangen, aber danach konnte ich wieder Tempo machen. Ich bin happy, ich bin viel schneller als mit dem Subaru. Es ist ein großer Fortschritt für mich. Ich muss mich zwar noch einfahren, aber das Potenzial ist vorhanden!"

Fünfter ist Citroën-Junior Sébastien Ogier, der in sich in der dritten Prüfung an Ford-Pilot Jari-Matti Latvala vorbeischieben konnte. Doch Ogier ist mit dem bisherigen Verlauf nicht allzu zufrieden, da er ein Bremsproblem hatte und sein generelles Feeling "nicht so gut" sei. Auch Latvala, der als Sechster in den Mittagsservice kommt, ist nicht so happy: "Es läuft nicht so gut", bekennt der junge Finne. "Die hinteren Bremsen haben sehr viel blockiert und das hat mich etwas verwirrt. Aber wir haben eine Ahnung, wie wir das im Service ändern können. Ich bin nicht so schnell gefahren wie beim Test, irgendwie habe ich das Gefühl für Asphalt verloren."

Auf Platz sieben liegt derzeit Evgeny Novikov (Citroën JT) vor Stobart-Youngster Matthew Wilson. Dessen Teamkollege Henning Solberg und Munchi's-Pilot Federico Villagra komplettieren die Top 10. Nun steht der Mittagsservice in Salou an, am Nachmittag werden die drei Prüfungen des Vormittags noch einmal durchfahren. Los geht es um 13:54 Uhr.

Fotoquelle: xpb.cc

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