Publikumsliebling Gigi Galli bewertet eine Chancen auf ein Comeback als gut

Rallye 2009

— 06.10.2009

Galli-Comeback: "Die Chancen stehen gut"

Gigi Galli bastelt weiter an seiner Rückkehr in die WRC, findet aber auch, dass die Weltmeisterschaft für die Fans wieder attraktiver werden sollte

Im Juli hatte Gigi Galli erklärt, dass er nach den italienischen Sommerferien vielleicht schon etwas mehr über seine Chancen auf ein Comeback sagen kann. Der 36-Jährige hat seit seinem Unfall bei der Deutschlandrallye 2008 keinen WM-Lauf mehr bestritten. Nach seinem Oberschenkelbruch ist er wieder vollkommen fit und die Suche nach Arbeitgebern und Sponsoren läuft.

Für Galli gibt es keine Alternative zur WRC - die IRC interessiert ihn nicht. Jetzt sind in Italien die Ferien vorbei. Wie beurteilt er nun die Chancen auf ein WRC-Comeback? "Die Chancen stehen ganz gut", so Galli gegenüber 'motorline.cc'. "Es ist jetzt wichtig, Unterstützung zu finden, einen Sponsor zu finden. Ich hoffe, dass es dazu kommt - aber wir sind nahe dran, etwas auf die Beine zu stellen."

Vielleicht werde er im Falle eines Comebacks wieder einen Ford-Focus fahren, vielleicht aber auch nicht, erklärt er weiter. Galli hat inzwischen auch einen Citroën C4 WRC getestet. Es wird gemunkelt, dass ihn Sponsor Pirelli vielleicht in Petter Solbergs Team unterbringt, falls dieser weiter mit der eigenen Mannschaft und mit Citroën antritt. "Die Möglichkeiten stehen 50:50. Wir werden sehen...", sagt Galli selbst zur Wahl seines fahrbaren Untersatzes.

Es Solberg gleich zu tun und das Abenteuer zu wagen, mit einem eigenen Team an den Start zu gehen, wäre für Galli aber keine Alternative: "Nein, das möchte ich nicht. Denn ich bin nicht in der Lage, das alles alleine zu tun. Ich mag es, einem Hersteller zu vertrauen und den Menschen zu vertrauen, die an meinem Auto arbeiten."

Galli denkt aber nicht nur an seine eigene Zukunft, sondern auch an die der WRC allgemein. Der Italiener selbst ist ein Showmensch, den die Fans wegen seiner actionreichen Auftritte lieben. Und er wünscht sich auch für die WRC wieder ein bisschen mehr Show.

"Als erstes sollten wir mit dem Technischen Reglement ein paar Schritte zurückgehen", schlägt der 36-Jährige vor. "Derzeit sind die Autos so gebaut, um mit ihnen möglichst schnell zu sein, ohne dabei jedoch für eine gute Show zu sorgen. Die Autos fahren wie auf Schienen, das ist für die Zuschauer nicht so attraktiv. Bis vor fünf oder sechs Jahren waren die Autos so gebaut, dass man damit quer fahren konnte. Das ist heute nicht mehr möglich. Wenn du heute driftest, ist das so, als würdest du bremsen - du verlierst dadurch nur Zeit. Daher macht es auch niemand mehr. Und das ist sehr schade."

Fotoquelle: Baja 300 Powerdays

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