Matthew Wilson hat sich für die kommenden Jahre hohe Ziele gesteckt

Rallye 2009

— 13.10.2009

Wilsons Ziel: Irgendwann Weltmeister werden

Matthew Wilson hat gelernt, mit Kritik zu leben und will so lange weiterlernen, bis er endlich Weltmeister ist

Matthew Wilson hat es nicht leicht: Der Stobart-Youngster ist derzeit der einzige britische Stammpilot in der WRC - und bekommt in den britischen Medien und auch bei den Fans häufig harten Gegenwind zu spüren. Seine Kritiker spotten, er habe seinen Platz in der WRC ohnehin nur seinem Vater zu verdanken - Malcolm Wilson, als M-Sport-Boss auch Tamchef bei Ford und Stobart.

Und tatsächlich kann Wilson bisher nicht gerade mit Glanzleistungen aufwarten. Seit seinem WC-Debüt 2004 hat der heute 22-Jährige an 59-WM-Läufen teilgenommen. Dabei konnte er bisher insgesamt nur 50 Punkte sammeln - er war öfter außerhalb als innerhalb der Top 8. Und während zum Beispiel Jari-Matti Latvala zu gemeinsamen Stobart-Zeiten oder WRC-Newcomer Sébastien Ogier in diesem Jahr auf das Podium fuhren, freut sich Wilson, wenn er konstant ein paar Punkte pro Lauf mitnehmen und immer Neues dazulernen kann.

Sein bisher bestes Ergebnis war Platz vier bei der Rallye Japan 2007. Das ist nicht unbedingt eine Bilanz, die die Kritiker zum Verstummen bringt. Doch Wilson lässt sich von den Spötteleien nicht unterkriegen. "Man lernt, damit zu leben", sagt er im Interview mit 'Crash.net Radio'. Zudem seien die Kritiken zu Beginn seiner Karriere schlimmer gewesen: "Wenn man gut war, hatte man halt die Erwartungen erfüllt. Und wenn man nicht gut war, hieß es: warum?"

Das sei zu einer Zeit geschehen,als Großbritannien sehnsüchtig auf einen Nachfolger für Legenden wie Colin McRae und Richard Burns gewartet hat: "Da haben alle viel von mir erwartet - aber dann wird einem klar, dass man nicht so viel Erfahrung hat und dass man noch einiges lernen muss. Vielleicht hat sich die Erwartungshaltung an mich inzwischen ein bisschen geändert. Und für mich ist das Wichtigste, dass ich weiter Fortschritte mache und mich steigere."

Er habe schon den Eindruck, dass er sich in allen Bereichen verbessert habe, betont Wilson. Und wenn irgendwann alles richtig zusammenpasse, dann würden auch die Ergebnisse kommen. Und er hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es auch für ihn irgendwann ganz nach oben geht.

"Mein ultimatives Ziel ist, in der Weltmeisterschaft für ein Werksteam zu fahren, Rallyes zu gewinnen und um Titel zu kämpfen. Wenn das dazu führt, dass ich Weltmeister werde, wäre das der ganz große Preis", sagt er. "Man muss diese Entschlossenheit und dieses Ziel haben, sonst würde es keinen Sinn machen, mitzufahren."

Doch er räumt auch ein: In seinem Fall wird es wohl noch ein langer Lernprozess und es wird noch eine Weile dauern, bis er ein Titelkandidat wird: "Realistisch gesehen werden wohl noch vier bis fünf Jahre vergehen, bis es soweit ist. Aber man muss sich nur Colin McRae anschauen: Er war seinerzeit der jüngste Weltmeister, und zwar mit 27. Bis dahin habe ich noch fünf Jahre Zeit."

Fotoquelle: Stobart

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