Nur einer kann gewinnen: die Titelrivalen Sébastien Loeb und Mikko Hirvonen

Rallye 2009

— 22.10.2009

Die Titelrivalen im Kreuzverhör

Mikko Hirvonen und Sébastien Loeb prophezeien in der Pressekonferenz vor dem Showdown in Wales einen Vollgas-Kampf am Limit

Frage: "Mikko, du bist als WM-Führender hier nach Wales gekommen, wie fühlst du dich? Wirst du schon nervös?"
Mikko Hirvonen: "Ich kann es kaum erwarten, dass es morgen losgeht. Ich glaube, ich muss zu einem Arzt und meinen Kopf untersuchen lassen - denn ich spüre keinerlei Panik. Irgendetwas muss da oben kaputt sein!"

Frage: "Du warst am vergangenen Wochenende bei der Cambrian-Rallye in Nordwales dabei. War es gut, vor diesem Lauf schon in die walisischen Wälder zu kommen?"
Hirvonen: "Schaden kann es auf jeden Fall nicht. Es war gut, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie sich das Auto bei diesen Bedingungen verhält und ein paar Kilometer auf den Pisten abzuspulen, die ich nicht so gut kenne. Ich habe wirklich ein Gefühl für das Auto entwickelt und habe jetzt Vertrauen. Von daher hat die Teilnahme ihren Zweck erfüllt. Wir hatten ein gutes Wochenende, es lief alles gut und es wird mir helfen, zu dem Speed zu finden, den ich hier brauche."

Frage: "Wie wirst du dieses Wochenende angehen? Dein Co-Pilot Jarmo Lehtinen hat gesagt, es ginge um 'alles oder nichts' - denkst du das auch?"
Hirvonen: "Klar, das ist die einzige Herangehensweise. Es ist die letzte Rallye der Saison und wir sind nur durch einen Punkt getrennt. Wir können also gar nichts anderes machen!"

Frage: "Jeder Fahrer möchte ein Weltmeister sein. Hast du schon gewagt, dir das vorzustellen oder willst du dich ganz allein auf den Job konzentrieren, den du zu erledigen hast?"
Hirvonen: "Natürlich habe ich schon darüber nachgedacht. Aber wenn die Leute mir erzählen, dass der erste Weltmeistertitel das Leben verändert, entgegne ich: 'Nun, noch habe ich ihn nicht gewonnen'. Wir haben noch drei Tage vor uns. Danach wissen wir mehr."

Frage: "Als Gesamtführender musst du als Erster auf die Piste. Das Wetter scheint dir da entgegenzukommen. Hast du einen Regentanz aufgeführt?"
Hirvonen: "Es ist einfacher, als wenn es völlig trocken wäre. Aber es wäre auch nicht die Rallye Großbritannien, wenn wir nicht matschige und rutschige Bedingungen hätten. Es war hier jetzt so lange trocken, dass der Boden sehr hart ist. Ich denke nicht, dass es so matschig und rutschig wie sonst ist. Wir werden morgen sehen, wie es ist."

Loebs Kampf um den sechsten Titel

Frage: "Sébastien, du hast inzwischen fünf Weltmeistertitel, den ersten hast du 2004 geholt. Ist dein Kampf um den sechsten Titel etwas anderes als damals der um den ersten?"
Sébastien Loeb: "Natürlich ist es eine andere Situation als damals bei meinem ersten Titel. Damals entschied es sich nicht erst bei der letzten Rallye und der Druck war nicht der gleiche. Aber okay, es ist recht aufregend, dass die Ausgangslage hier so ist. Wir haben uns gut vorbereitet, das Auto ist okay und die Recce war auch in Ordnung. Warten wir also morgen ab."

Frage: "Teamchef Olivier Quesnel hat gesagt, dass du einen Vorteil hast, weil du schon fünf Titel und 53 WM-Läufe gewonnen hast. Würdest du dem zustimmen?"
Loeb: "Ich weiß, dass Mikko inzwischen bei fast jedem WM-Lauf sehr schnell ist und es wird recht schwierig sein, bei diesen Bedingungen die ganze Zeit Vollgas zu fahren, ohne einen Fehler zu machen. Ich werde mein Bestes versuchen, aber heute ist schwierig vorherzusagen, wer am Sonntag gewinnen wird."

Frage: "Keiner von euch beiden darf sich an diesem Wochenende einen Fehler erlauben. Der Druck ist sicher immens, schließlich hängt alles von diesem Wochenende ab. Wie gehst du mit dem Druck um?"
Loeb: "Ich versuche, diesen Lauf anzugehen wie jeden anderen auch. Das Ergebnis ist sehr wichtig und einer von uns wird am Sonntag sehr glücklich sein, der andere enttäuscht. Aber so ist es nun einmal. Ich habe fünf WM-Titel und hoffe, dass ich einen sechsten hole. Wir werden es sehen."

Frage: "Wir wirst du den Freitag angehen?"
Loeb: "Wir haben keine große Wahl. Man muss vom Start weg am Limit fahren."

Frage: "Es wurde viel darüber gemunkelt, dass wir dich in diesem Jahr in einem Formel-1-Rennen sehen. Aber du hast dafür nicht die nötige Superlizenz bekommen. Bist du enttäuscht?"
Loeb: "Nein. nicht wirklich. Natürlich wäre es toll gewesen, da hin zu fahren und an etwas für mich völlig Neuem teilzunehmen. Es hatte bei mir aber nie oberste Priorität. Für mich ist das Wichtigste, die Rallye-Weltmeisterschaft zu gewinnen, alles andere wäre ein Bonus. Ich bin sicher, dass es in Zukunft genügend andere interessante Dinge gibt, die ich machen kann."

Fotoquelle: xpb.cc

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