Sébastien Loeb hatte beim Showdown in Wales einen Auftakt nach Maß

Rallye 2009

— 23.10.2009

SS3: Perfekter Vormittag für Loeb

Sébastien Loeb rast seinem Rivalen Mikko Hirvonen zum Auftakt der Rallye Wales davon: 8,9 Sekunden Vorsprung - Führungsduo in eigener Liga

Sébastien Loeb hat am ersten Vormittag in Wales eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er entschlossen ist, seinen sechsten Weltmeistertitel zu holen. Der Franzose liegt in der Gesamtwertung einen Punkt hinter seinem Ford-Rivalen Mikko Hirvonen. Derjenige, der am Sonntag vor dem anderen ins Ziel kommt, ist Weltmeister.

Citroën-Star Loeb startete mit einer Vollgas-Attacke in den Showdown in Wales. Der Franzose holte sich in allen drei Prüfungen die Bestzeit vor Hirvonen. Nach 65,15 Kilometern hat Loeb bereits 8,9 Sekunden Vorsprung auf seinen Rivalen. Am Vormittag waren die Piloten mit widrigen Bedingungen konfrontiert: Über den matschigen Prüfungen lag teilweise dichter Nebel.

"Ich bin eine wirklich gute Pace gefahren, ich habe die ganze Zeit Vollgas gegeben und keinen Fehler gemacht", bilanziert Loeb zufrieden. "Ich bin auch mit dem Auto sehr happy. Also im Moment ist wirklich alles okay."

Das Fazit von Rivale Hirvonen fällt gemischt aus. "Es ist echt hart da draußen, aber es lief auch nicht so schlecht. Sébastien ist einfach verdammt schnell unterwegs", räumt der Ford-Pilot ein. "Ich werde es einfach weiter versuchen." Hirvonen muss als WM-Führender als Erster auf die Schotterpisten. Er denkt aber nicht, dass sich sein Zeitverlust mit seiner Startposition erklären lässt: "Vielleicht bremse ich einfach oft zu früh."

Die beiden Rivalen rasen dem restlichen Feld in ihrem Fight um die Krone wie in einer eigenen Liga davon. Hinter dem Gesamtzweiten Hirvonen tut sich bereits eine Lücke von 18,8 Sekunden auf. Daniel Sordo (Citroën) und Petter Solberg (Citroën JT) liefern sich hinter dem Führungsduo ihren eigenen Kampf um Plartz drei.

In der ersten Prüfung war Sordo Dritter, in der zweiten Prüfung wurde er von Solberg überholt, nun hat sich der Spanier den Platz zurückgeholt. Er hat 3,4 Sekunden Vorsprung auf den Viertplatzierten Solberg. "Ich habe ein paar Fehler gemacht", räumt der Norweger ein. "Ich habe das Auto ein paar Mal verloren. Aber es macht riesigen Spaß, ich muss nur noch lernen, wie ich mehr pushen kann."

Auch hinter Sordo/Solberg ist die Lücke nach drei Prüfungen schon groß. Citroën-Junior Sébastien Ogier ist mit 38,9 Sekunden Rückstand Fünfter. Dahinter folgen die Stobart-Piloten Henning Solberg und Matthew Wilson auf den Plätzen sechs und sieben, Mads Östberg liegt als Achter auf dem letzten Punkterang vor Citroën-Junior Conrad Rautenbach.

Pechvogel Latvala, strahlender Burkhart

Ford-Werkspilot Jari-Matti Latvala ist der Pechvogel des Vormittags und liegt derzeit mit 4:13.2 Minuten Rückstand auf Spitzenreiter Loeb auf Rang zehn. Der junge Finne hatte sich in der ersten Prüfung an einem Felsen die Antriebswelle beschädigt. Dadurch wurden auch seine Bremsen beeinträchtigt, was zur Folge hatte, dass er in der dritten Prüfung einen Ausritt hatte und sich dabei die Front seines Ford Focus ruinierte. Ford versucht nun, die Schäden im Remote-Service zu beheben.

Aaron Burkhart strahlt bei seinem WRC-Debüt von einem Ohr zum anderen. Der Deutsche fährt zur Belohnung für den Vizetitel in der J-WRC 2008 erstmals in einem Citroën C4 WRC des Junior-Teams. Burkhart liegt nach der ersten Schleife auf Rang zwölf. "Es läuft soweit gut", erklärt er. "Ich habe allerdings ein paar Bremsprobleme, ich bremse oft zu spät. Ich habe auch Probleme mit dem Aufschrieb und bin oft zu schnell unterwegs. Deshalb habe ich mich jetzt auch gedreht. Aber es ist einfach wunderbar - das Auto hat so viel Power, das ist einfach klasse!"

In Wales steht nun die Mittagspause mit Remote-Service an. Am Nachmittag werden die drei Prüfungen des Vormittags noch einmal durchfahren. Los geht es um 14:31 Uhr MESZ.

Fotoquelle: Citroën

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