Sébastien Loeb hat beste Chancen, seinen sechsten Weltmeistertitel zu holen

Rallye 2009

— 24.10.2009

SS10-12: Loeb fliegt dem Titel entgegen

Vor dem abschließenden kurzen Sonntag hat Sébastien Loeb 30 Sekunden Vorsprung auf seinen Rivalen Mikko Hirvonen - Rätselraten beim Finnen

Sébastien Loeb scheint dem Sieg beim WRC-Saisonfinale in Wales entgegenzufliegen - und damit seinem sechsten WM-Titel. Der Citroën-Star liegt nach dem zweiten Tag der Rallye Großbritannien weiter in Führung und hat seinen Vorsprung auf seinen WM-Rivalen Mikko Hirvonen (Ford) auf 30,2 Sekunden ausgebaut.

Damit kann Loeb auf den morgigen letzten vier Prüfungen beinahe im Schongang dem Ziel entgegenfahren. Er ist mit einem Punkt Rückstand auf Hirvonen nach Wales gekommen, gewinnt er vor dem Finnen, ist er Weltmeister. Während es bei Loeb auf den heutigen sechs Prüfungen reibungslos lief, hatte Hirvonen massive Probleme, die er allerdings selbst nicht näher erklären kann.

Die einzige Sorge, die Loeb heute hatte, war dass am Morgen im strömenden Regen der Scheibenwischer seines C4 streikte. So gelang es Hirvonen in der ersten Prüfung des Tages, seinen Rückstand auf den Franzosen auf 2,8 Sekunden zu verkürzen. Doch dann folgte die dramatische Wende. In den folgenden beiden Vormittagsprüfungen verlor Hirvonen massiv an Zeit, Loeb kam mit 25 Sekunden Vorsprung zum Mittagsservice. Am Nachmittag konnte Hirvonen das Tempo des Citroën-Stars wieder weitgehend mitgehen, doch sein Rückstand wurde trotz einer Bestzeit weiter größer statt wieder kleiner.

"Ich bin wirklich zufrieden. Es war ein sehr guter Tag", bilanziert Loeb. "Gut waren vor allem die beiden Prüfungen am Vormittag, in denen ich meinen Vorsprung so vergrößern konnte. Am Nachmittag war Mikko wieder schneller, aber ich bin gut gefahren und habe keine Fehler gemacht. Für morgen habe ich jetzt ein gutes Polster."

Hirvonen dagegen wirkt mehr als ratlos: "Das war definitiv kein guter Tag. Ich verstehe immer noch nicht, warum ich am Vormittag so viel Zeit verloren habe. Vielleicht bin ich einfach zu vorsichtig gefahren. Morgen ist der letzte Rallyetag des Jahres. Ich werde noch einmal Vollgas geben und schauen was passiert." Der Ford-Finne weiß, dass er es nun nicht mehr selbst in der Hand hat. Aber: Loeb ist noch nicht im Ziel - noch kann alles passieren.

Im Kampf um Platz drei hat sich Loebs Teamkollege Daniel Sordo erfolgreich gegen Petter Solberg gewehrt. Auch Solberg hatte am Morgen Probleme mit dem Scheibenwischer an seinem C4 und musste deshalb seinen dritten Platz an den Spanier abgeben. Danach versuchte er zwar, Sordo wieder einzuholen, doch die Chance vergab er nach einem Dreher. Nun hat Solberg 24 Sekunden Rückstand auf den Citroën-Werkspiloten.

"Was soll man machen? Ich war heute Nachmittag gut unterwegs, habe aber einen großen Fehler gemacht, der viel Zeit gekostet hat", bekennt der Norweger. "Aber sonst bin ich zufrieden, ich werde mit dem Auto immer schneller."

Zweieinhalb Minuten hinter Solberg ist Citroën-Junior Sébastien Ogier auch nach dem zweiten Tag Fünfter, gefolgt von den beiden Stobart-Piloten Henning Solberg und Matthew Wilson. Jari-Matti Latvala beendete den Tag als Achter und damit auf dem letzten Punkterang. Citroën-Junior Conrad Rautenbach ist Neunter vor seinem deutschen Teamkollegen Aaron Burkart, der bei seinem WRC-Debüt nach dem zweiten Tag ebenfalls in den Top 10 liegt.

Ab morgigen Abschlusstag stehen noch vier Prüfungen mit einer Gesamtlänge von 79,84 Kilometern an. Die besondere Herausforderung: Morgen gibt es keinen Mittagsservice, man sollte also im Idealfall keinerlei Probleme bekommen. Los geht es um 09:28 Uhr MEZ.

Fotoquelle: xpb.cc

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