Mikko Hirvonen und Sébastien Loeb: Zwei Rivalen auf ihrem Weg zum Titel

Rallye 2010

— 04.01.2010

Hirvonen schimpft über Taktikspielchen

Mikko Hirvonen sucht nach Gründen, die zu einem Scheitern bei der Mission Weltmeistertitel 2009 geführt haben und schießt gegen die Konkurrenz

Er hat gekämpft, er hat gesiegt und am Ende musste er sich doch noch knapp Rallye-Dominator Sébastien Loeb unterwerfen. Mikko Hirvonen denkt nun über die Gründe nach, die zu diesem Scheitern geführt haben, damit er 2010 einen neuen Angriff wagen kann. "Ich hatte schon zu Saisonbeginn das Gefühl, dass wir um den Titel mitkämpfen würden. Jetzt denke ich, dass ich diesen nicht noch mal verlieren will", gibt sich der Finne gegenüber 'Autosport fest entschlossen.

"Ich werden einfach jede Rallye gewinnen oder sie versauen und dann sehen wir, was weiter passiert. Ich kann es nicht erwarten, wieder am Start zu stehen. Ich muss aber meine Konstanz beibehalten. Wir standen bei elf von zwölf Rallyes auf dem Podest, das müssen wir so beibehalten. Es ist natürlich frustrierend, dass ich keinen Fehler gemacht habe, er hat sich drei geleistet (Loeb; Anm. d. Red.) und hat es dennoch geschafft. Andererseits hat er sieben Rallyes gewonnen und ich nur vier, ich brauche also mehr Siege", fordert der Finne.

Gleichzeitig schoss der Ford-Pilot auch einige Giftpfeile in Richtung Konkurrenz: "Leider kann man viel mit seiner aktuellen Position innerhalb der Wertungsprüfung spielen. Wir sollten damit rücksichtsloser umgehen. Ich möchte das nicht, aber Citroën hat in dieser Saison so viele taktische Spielchen gespielt."

"Ich habe das nur einmal auf Sardinien versucht und prompt ist es schief gegangen. Ich habe versucht, langsamer zu machen, aber habe nicht genug Raum gelassen, so habe ich 20 Sekunden für nichts und wieder nichts verschenkt. Man muss es leider aber trotzdem machen", so Hirvonen. "Citroën hat es sooft getan und haben dadurch viele Punkte eingefahren, am Ende interessiert sich dafür aber niemand, sie sind dann die Weltmeister und niemand fragt danach."

Die Fehler sucht der Vizemeister 2009 aber nicht bei den Rivalen, sondern bei sich: "Ich brauche mehr Mut, um Veränderungen am Auto vorzunehmen. Norwegen ist da ein klassisches Beispiel. Ich hätte die Rallye gewinnen können, ich hätte mich näher an Sébastien herantasten können, aber am Samstag wollte ich keine Veränderungen am Setup. Ich hatte befürchtet, wenn das schief ginge, würden wir noch mehr verlieren. Wir haben es dann aber doch getan, es hat geklappt und ich könnte viel zeit gutmachen. In solchen Sachen brauche ich einfach mehr Mut."

Fotoquelle: xpb.cc

Weitere Rallye Themen

News

Hyundai präsentiert den i20 für die WRC 2017

News

Valentino Rossi gewinnt zum fünften Mal die Monza-Rallye

News

Monza-Rallye: Impressionen aus Italien

News

Kampf um VW-Stars: Wohin mit Ogier, Mikkelsen und Latvala?

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.