Kimi Räikkönens Wechsel in die WRC sorgt weltweit für Schlagzeilen

Rallye 2010

— 15.01.2010

Todt: "Kimi - spektakulärer als Schumi-Comeback!"

FIA-Präsident Jean Todt ist gespannt, wie sich Kimi Räikkönens in der WRC behaupten kann - Für Olivier Quesnel ist es "der Deal des Jahrhunderts"

Kimi Räikkönen geht in seine erste volle Saison in der Rallye-Weltmeisterschaft WRC. Für den neuen FIA-Präsidenten Jean Todt ist das das derzeit heißeste Motorsport-Thema - sogar noch heißer als die Rückkehr des Rekordchampions Michael Schumacher in die Formel 1.

"Für mich ist der Wechsel des Formel-1-Weltmeisters Kimi Räikkönen in die WRC noch spektakulärer als Michaels Comeback! Das ist wirklich ein mutiger Schritt von ihm. Wie konkurrenzfähig ist er im Vergleich zu Spezialisten wie Sébastien Loeb, Mikko Hirvonen und Daniel Sordo? Das wird interessant", sagte Todt dem Magazin 'Le Quotidien'.

Auch Citroën-Star Loeb, mit sechs Weltmeistertiteln in Folge das "Alphamännchen" der WRC, ist schon gespannt darauf, wie sich Räikkönen in seinem ersten Jahr im Citroën-Junior-Team schlagen wird. "Für ihn ist das ein völlig neuer Sport, deshalb könnte es am Anfang recht schwierig werden. Er muss viel lernen, aber bei seinem Können gehe ich davon aus, dass er sich ziemlich schnell eingewöhnen wird", sagte Loeb gegenüber 'sports.fr'.

Dass Räikkönen aufgrund seiner Formel-1-Vergangenheit vor allem bei Asphaltrallyes stark sein wird, glaubt Loeb jedoch nicht: "Ich denke nicht, dass er auf Asphalt besser ist, nur weil er aus der Formel 1 kommt. Vor allem, weil die Finnen normalerweise auf Schotter besonders gut sind. Es ist auf alle Fälle schön, ihn im Team willkommen heißen zu können."

Eines steht bereits jetzt schon fest: Egal, wie erfolgreich Räikkönen in der WRC sein wird, seine Werbewirkung ist für Citroën und die gesamte WRC Gold wert. Selten wurde über die Rallyeweltmeisterschaft weltweit so viel berichtet wie nach der Ankündigung, dass der "Iceman" in die WRC kommt. Zudem interessieren sich plötzlich auch ganz andere Fans für den Sport als bisher.

Citroën-Boss Olivier Quesnel macht keinen Hehl aus dem PR-Wert des prominenten Neuzugangs. "Alle sagen, dass mir der Deal des Jahrhunderts gelungen ist. Ich freue mich schon riesig auf ihn", so Quesnel gegenüber 'endurance-info.com'. Und diesen Werbeträger bekommt Citroën auch noch quasi zum Nulltarif: Denn Räikkönens WRC-Engagement wird von Red Bull finanziert.

Fotoquelle: Citroen

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