Mikko Hirvonen hat mit dem neuen Ford Fiesta einen klaren Start-Ziel-Sieg geholt

Rallye 2010

— 23.01.2010

Hirvonen: Mit Dominanz zum "Monte"-Sieg

Mikko Hirvonen holt Start-Ziel-Sieg bei der Rallye Monte Carlo - Sébastien Ogier und Franz Wittmann in der "Nacht der langen Messer" ausgeschieden

In der weltberühmten "Nacht der langen Messer" ließ Mikko Hirvonen nichts mehr anbrennen: Der finnische Ford-Werkspilot verwaltete in den letzten vier Wertungsprüfungen seinen Vorsprung und holte sich seinen ersten Sieg bei der Rallye Monte Carlo. Damit bescherte er dem nagelneuen Fiesta S2000 - der 15 PS mehr Motorleistung haben soll als die Konkurrenz - gleich beim Wettbewerbsdebüt einen klaren Start-Ziel-Sieg.

Hirvonen hatte die "Monte" - den Saisonauftakt der IRC - vom Start weg dominiert, konnte sich schon in der ersten Prüfung an die Spitze setzen und sich einen komfortablen Vorsprung herausgefahren. Zwar rückte die Konkurrenz im Rallyeverlauf noch einmal näher, doch auf den abschließenden vier Nachtprüfungen - unter anderem am berühmten Col de Turini - gab der Ford-Finne noch einmal Gas. Damit siegte er am Ende mit 1:51.4 Minuten Vorsprung auf den Gesamtzweiten Juho Hänninen im Werks-Skoda.

"Es freut mich riesig für die Mannschaft und die Techniker. Alles hat perfekt zusammengepasst und unser neues Auto hat noch sehr viel Potenzial", freute sich Hirvonen im Ziel. "Der Lauf zählt zwar nicht mehr zur Weltmeisterschaft, aber es ist immer noch die Rallye Monte Carlo. Ich hoffe, dass mir das auch für die Zukunft hilft."

Hänninen erbte den zweiten Platz von Vorjahressieger Sébastien Ogier. Dieser hatte sich im Verlauf des Abends mit Topzeiten auf den zweiten Platz verbessert und lieferte sich mit Hirvonen einen Kampf um den Gesamtsieg, schied dann aber wegen eines technischen Defekts an seinem Peugeot 207 S2000 aus. Doch wie für Hirvonen war die "Monte" für Ogier ein einmaliger Auftritt, ab sofort konzentrieren sich beide auf die WRC, die Mitte Februar mit der Rallye Schweden beginnt.

Anders ist das bei Hänninen, der in der IRC mit um den Titel kämpft. "Wir haben wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt", bilanziert der Skoda-Finne. Er weiß aber auch: "Wir hätten den Kampf gegen Ogier verloren, wenn er keinen Defekt gehabt hätte. Diese Rallye war extrem schwierig, vor allem von der Reifenwahl her. Deshalb bin ich mit dem zweiten Platz sehr zufrieden."

Auf Platz drei folgte mit 3:19.1 Minuten Rückstand auf Hirvonen der frühere IRC-Champion Nicolas Vouilloz, der in diesem Jahr das Skoda-Werksteam verstärkt. Peugeot-Pilot Stéphane Sarrazin beendete die Rallye als Vierter, gefolgt von Skoda-Werkspilot Jan Kopecky und Guy Wilks im Fabia S2000 von Skoda UK.

Für den Österreicher Franz Wittmann (Peugeot) war ebenfalls vorzeitig Schluss. Er und sein deutscher Co-Pilot Klaus Wicha hielten sich zunächst auf platz sieben und waren dann Gesamtachte, als sie in der 13. von 15 Wertungsprüfungen durch einen Unfall ausschieden. Trotzdem hat Wittmann bei der "Monte" erneut eine Talentprobe abgeliefert. Er lag lange auf Platz sechs und hatte einfach nicht das nötige Glück, um ins Ziel zu kommen.

Wittmann hatte sich in der zwölften Wertungsprüfung, der ersten Fahrt über den Col de Turini, für einen Winterreifen entschieden. Damit verlor er Zeit - entsprechend musste er in der 13. Prüfung angreifen. doch der Peugeot 207 S2000 des Österreichers brach aus, touchierte eine Schneemauer und wurde dabei so beschädigt, dass an ein Weiterfahren nicht zu denken war. "Durch den Zeitverlust habe ich versucht, auf der SP 13 besonders schnell zu sein. Dabei habe ich einen Bremspunkt übersehen, der Wagen prallte rechts seitlich in eine Mauer, dabei wurden beide Räder beschädigt und ich hatte keinen Vortrieb mehr. Ich bin natürlich restlos über diesen Ausfall enttäuscht", so Wittmann.

Dennoch zieht Wittmann ein recht zufriedenes Fazit: "Bei der Monte Carlo Rallye ist die Platzierung immer die wichtigste Voraussetzung und weniger die gefahrene Zeit. Zu viele Umstände führen oft zu unterschiedlichen Situationen, die sich auf Schnee und Eis sehr different auswirken. Da ich lange Zeit auf Platz sechs lag, hatte ich viel Spaß, habe dabei viel mit dem Peugeot S2000 gelernt und habe die Rallye sehr positiv gesehen. Nur dieses Ende war nicht geplant."

Endergebnis Rally Monte Carlo (Top 10):

01. Mikko Hirvonen (Ford Fiesta S2000) - 04:32:58.5 Stunden
02. Juho Hänninen (Skoda Fabia S2000) + 01:51.4 Minuten
03. Nicolas Vouilloz (Skoda Fabia S2000) + 03:19.1
04. Stéphane Sarrazin Stéphane (Peugeot 207 S2000) + 07:25.5
05. Jan Kopecky (Skoda Fabia S2000) + 08:48.7
06. Guy Wilks (Skoda Fabia S2000) + 09:24.5
07. Bruno Magalhaes (Peugeot 207 S2000) + 09:45.4
08. Jean-Sébastien Vigion (Peugeot 207 S2000) + 13:33.5
09. Jaroslav Orsák (Skoda Fabia S2000) + 21:16.6
10. Andrej Jereb (Peugeot 207 S2000) + 25:26.1

Fotoquelle: IRC

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