Asphalt wäre dem "Iceman" aus der Formel 1 als Untergrund lieber als Schnee

Rallye 2010

— 30.01.2010

Lappland: "Iceman" startet noch einmal durch

Trotz seines Unfalls nutzt Kimi Räikkönen - wenn auch weit abgeschlagen - die Arctic-Lappland-Rallye als Test für den WM-Auftakt in Schweden

Bereits auf der zweiten Sonderprüfung schien die Arctic-Lappland-Rallye für Kimi Räikkönen nach einem Unfall beendet zu sein, doch entgegen erster Berichte kann der Citroën-Pilot auch heute voll durchstarten. Denn obwohl die Veranstalter bereits vermeldet hatten, dass seine Rallye geendet haben könnte, ist der "Iceman" noch im Rennen.

Nach seiner unliebsamen Bekanntschaft mit einem Baum erhielten Räikkönen und sein Copilot Kai Lindström nämlich Unterstützung von Zuschauern, die ihnen halfen, den ramponierten C4 WRC wieder auf die Straße zu schieben. Vom Team mussten dann der Kühler, der Ölkühler sowie die Karosserie vorne und hinten ausgewechselt werden, ehe es weitergehen konnte.

Mehr als eine halbe Stunde Rückstand

Mit der Verspätung und Zeitstrafen sammelten sich mehr als 30 Minuten Rückstand für Räikkönen an, sodass er vom zweiten auf den 85. Gesamtrang zurückfiel. Dabei hatte er sich über weite Strecken gut geschlagen - auf der ersten Sonderprüfung über 11,27 Kilometer verlor er beispielsweise nur 5,5 Sekunden auf seinen erfahrenen Markenkollegen Dani Sordo.

"Der Kerl weiß schon, wie man Rallye fährt", sagt Lindström über seinen "Chef". "Wenn du wie Kimi ganz andere PS-Leistungen gewöhnt bist, kommst du auch mit einem WRC zurecht. Das ist nicht das Problem. Die größte Herausforderung ist, dass er lernen muss, sich blind auf meine Notizen zu verlassen und danach zu fahren. Daher ist diese Erfahrung für uns ganz wichtig."

Die Citroën-Piloten Räikkönen und Sordo nutzen die Lappland-Rallye, um sich auf den bevorstehenden WRC-Auftakt in Schweden einzuschießen. Denn: "Die Tests sind gut gelaufen, aber ein Test ist immer etwas anderes als eine Rallye", berichtet Lindström. "In der Formel 1 kannst du dir jede Kurve einprägen, aber im Rallyesport ist das ganz anders."

Räikkönen schien auf den weiteren Sonderprüfungen nach dem Unfall auf den zweiten Platz abonniert zu sein. Er und Sordo sind der überwiegend mit Gruppe-N-Fahrzeugen ausgestatteten Konkurrenz haushoch überlegen, sodass Vergleiche kaum Sinn machen. Aber markenintern scheint der Abstand zwischen Sordo und dem Quereinsteiger aus der Formel 1 nicht allzu groß zu sein.

Kein Fan von Schnee

Dabei fühlt sich der Formel-1-Weltmeister von 2007 auf Schnee nicht allzu wohl: "Ich bin zwar bisher meistens auf Schnee gefahren, aber das ist meiner Meinung nach der schwierigste Untergrund", findet Räikkönen. "Du musst extrem genau fahren, sonst kracht es. Auf Schotter und Asphalt gibt es hingegen so etwas wie eine Ideallinie. Das ist für meinen Fahrstil viel natürlicher."

Bis in der Rallye-WM auf Asphalt gefahren wird, dauert es jedoch noch eine Weile: "Diese Rallyes sind alle in der zweiten Saisonhälfte", seufzt der 30-Jährige. "Andererseits ist das gar nicht so schlecht, denn so können wir uns bis dahin noch gut vorbereiten. Auf diese Weise kann ich noch weiter dazulernen."

Heute geht es in Lappland jedoch zunächst auf Schnee weiter - und Lindström ist dafür guter Dinge: "Gestern Nachmittag war gut. Kimi hat das Auto nach dem Unfall am Vormittag wieder im Griff. Wir haben pro Kilometer weniger als eine Sekunde auf Dani verloren. Unser Ziel für Samstag ist, diesen Abstand auf eine halbe Sekunde zu verringern."

Fotoquelle: GEPA

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