Kimi Räikkönen sammelte bei der Lappland-Rallye wertvolle Erfahrungen

Rallye 2010

— 31.01.2010

Räikkönen 58. bei der Lappland-Rallye

Kimi Räikkönen sammelte in Lappland wertvolle Erfahrungen und blieb am Schlusstag fehlerfrei - Sieg für seinen Markenkollegen Dani Sordo

Mit seinem unliebsamen Baumkontakt gleich auf der zweiten Wertungsprüfung, auf der er über eine halbe Stunde einbüßte, war die Arctic-Lappland-Rallye für Superstar Kimi Räikkönen praktisch gelaufen. Doch der ehemalige Formel-1-Pilot griff dennoch weiterhin ins Geschehen ein, um möglichst viele Erfahrungen für den WRC-Saisonauftakt in zwei Wochen in Schweden zu sammeln.

Nach dem verpatzten Auftakt lieferte Räikkönen am gestrigen Schlusstag eine ordentliche Performance ohne Fehler ab. Pro Kilometer büßte er zwischen 0,8 und 0,9 Sekunden auf seinen Markenkollegen Dani Sordo ein, der im Citroën C4 WRC einen souveränen Sieg feierte. Damit erfüllte er die Vorgabe seines Copiloten Kaj Lindström, der gehofft hatte, den Abstand auf eine halbe Sekunde zu verringern, nicht ganz.

Dennoch zog der Citroën-Neuzugang zufrieden Bilanz: "Wir erwischten nicht den besten Start, aber ich konnte zum Glück in der Rallye bleiben. Von da an wurde es besser und ich wurde konstanter. Wir haben weitere Kilometer auf dem Buckel, was für mein Feeling im C4 WRC entscheidend ist. Ich bin aber nicht nur mit der Leistung zufrieden, sondern auch mit der Zusammenarbeit mit dem Team, denn wir haben das Setup gut weiterentwickelt", so Räikkönen.

Von Citroën-Teammanager Benoit Nogier gab es Lob für den "Iceman": "Er schüttelte sein Missgeschick am Beginn der Rallye rasch ab und kam ins Ziel, während er genauso schnell zulegte wie Dani. Für uns war diese Rallye eine gute Vorbereitung auf den WRC-Saisonauftakt in Schweden. Dani hat genau das abgeliefert, was wir von ihm sehen wollten: Er war schnell und konstant und sammelte Erfahrungen auf dem Untergrund, den er am wenigsten mag."

"Ich hatte so viel Spaß", sagte der Spanier, der mit einem Vorsprung von über sechs Minuten gewann, "dass ich gerne noch ein paar Prüfungen mehr gefahren wäre! Dieses Wochenende konnte ich unter perfekten Bedingungen trainieren und nützliche Arbeit mit dem Team erledigen. Natürlich hatten wir keinen echten Druck, aber umso mehr war es wichtig, diszipliniert zu bleiben. Anhand der Daten kann man sehen, dass wir uns konstant gesteigert haben. Das gibt Selbstvertrauen."

Doch auch wenn er am Ende 36:38.9 Minuten Vorsprung auf Räikkönen hatte, war der ehemalige Formel-1-Weltmeister in seiner Heimat doch der Star der Veranstaltung. Nun gilt es, diesen Hype auch in Ergebnisse umzusetzen: "Das Auto ist noch nicht so, wie ich es will", berichtete Räikkönen. "Wenn wir das einmal hundertprozentig hinkriegen, werde ich schneller sein. Ich glaube nicht, dass das wahnsinnig schwierig ist."

"Die Pace ist okay, wenn ich bedenke, dass ich noch nicht viel gefahren bin. Das ist erst meine fünfte Rallye, also sollte man sich keine Sorgen machen. Ich habe hier viel gelernt, sodass die nächste Rallye schon deutlich leichter von der Hand gehen sollte. Natürlich ist es nie schön, einen Unfall zu haben, aber das kann passieren. Das Wichtigste war, dass wie viele Kilometer zurücklegen konnten. Die Position ist egal", so der Vorjahres-13. von Lappland abschließend.

Ergebnis der Arctic-Lappland-Rallye:

01. Dani Sordo (Citroën C4 WRC) - 1:38.29.1 Stunden
02. Kosti Katajamäki (Mitsubishi Lancer Evo X) + 6:07.7 Minuten
03. Jarkko Miettinen (Škoda Fabia S2000) + 7:16.1
04. Juha Salo (Mitsubishi Lancer Evo X) + 8:06.9
05. Kristian Sohlberg (Subaru Impreza WRX STi N15) + 9:12.3
06. Ari Vihavainen (Mitsubishi Lancer Evo IX) + 9:40.6
07. Atte Alanen (Mitsubishi Lancer Evo IX) + 9:44.5
08. Tommi Luostarinen (Mitsubishi Lancer Evo IX) + 9:48.9
09. Jukka Ketomäki (Mitsubishi Lancer Evo X) + 10:45.8
10. Marko Ipatti (Mitsubishi Lancer Evo IX) + 10:46.9
58. Kimi Räikkönen (Citroën C4 WRC) + 36:38.9

Fotoquelle: GEPA

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