Kimi Räikkönen im Schnee: Bei der Arctic-Rallye hatte er noch etwas das Nachsehen

Rallye 2010

— 01.02.2010

Räikkönen: "Für mich ist alles neu"

Citroën-Pilot Kimi Räikkönen über seinen Einstand im Rallyesport, die Pacenotes von Copilot Kaj Lindström und Schmetterlinge im Rennfahrerbauch

Das Schneetreiben bei der Arctic-Rallye hat Kimi Räikkönen erfolgreich gemeistert, auch wenn ein kleiner Unfall ein noch besseres Abschneiden im Citroën-Rennwagen verhinderte. Mit seinem beherzten Auftreten nach dem Crash und vor allem durch seine schnellen Zeiten machte der frühere Formel-1-Fahrer allerdings deutlich, dass es ihm bei seinem Rallyedebüt durchaus ernst ist.

Ein kleiner Ausrutscher wirft den "Iceman" sicherlich nicht aus der Bahn: "Für mich ist alles neu, also muss ich in erster Linie Geduld haben", so Räikkönen in seiner Medienrunde am Rande des Arctic-Rallyeevents. "Wir werden in Schweden sehen, wie es läuft. Es macht keinen Sinn, vorab etwas zu sagen, denn es gibt sehr viele Dinge, die schief laufen können", erklärt der finnische Rennfahrer.

Von Siegen spricht Räikkönen bei seinem Einstand bewusst nicht: "Es gibt einige sehr starke Fahrer da draußen, die nun schon viele Jahre lang die gleichen Rallyes bestreiten. Sie können sich prima an die einzelnen Wertungsprüfungen erinnern und wissen genau, was man dort veranstalten muss. Du musst eine Menge lernen, bevor du diese Erfahrung hast und deine Geschwindigkeit steigern kannst."

So arbeitet der 30-Jährige derzeit intensiv daran, sich an das für ihn ungewohnte Fahren mit Pacenotes zu gewöhnen. Doch die Zusammenarbeit mit Copilot Kaj Lindström läuft laut Räikkönen schlichtweg "einwandfrei": "Es geht einfach darum, dass du als Fahrer genau zuhörst. Du willst ja schließlich keinen Fehler machen. Wichtig ist, an guten Stellen gute Pacenotes aufzuschreiben."

Die Vorfreude auf das WM-Debüt wächst

"Du musst genau verstehen, wie schnell du auf diesem Abschnitt fahren kannst. Wenn du es nicht gut genug beschreiben kannst, dann kannst du auch nicht so schnell fahren, wie du solltest", erläutert Räikkönen. "Ich kann Kaj in dieser Sache absolut vertrauen, weil er sehr viel Erfahrung hat", so der Finne - auf die Hilfestellung seines routinierten Rallyebeifahrers könne er sich stets verlassen.

Und langsam aber sicher stellt sich bei Räikkönen auch die Vorfreude ein: In knapp zwei Wochen beginnt die Rallyesaison 2010. "Auf diesen Augenblick habe ich gewartet, seit ich meinen Rallyevertrag unterschrieben habe", sagt der "Iceman". "Ich fühle mich genauso, wie vor meinem ersten Formel-1-Rennen. Ich habe Schmetterlinge im Bauch", so der ehemalige Ferrari-Fahrer.

"Für einen Rennfahrer ist es eben immer schön, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Und die Richtung stimmt, das haben die Ingenieure in den Meetings auch stets betont. Wie die Dinge letztendlich laufen, weiß ich aber nicht", gibt Citroën-Neuzugang Räikkönen abschließend zu Protokoll. "Ich kann nur versprechen, dass ich mein Bestes geben und niemals aufgeben werde."

Fotoquelle: GEPA

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