Wissbegierig: Kimi Räikkönen versucht, schnell und viel zu lernen

Rallye 2010

— 11.02.2010

Räikkönen: "Muss mehr an mir als am Auto arbeiten"

Kimi Räikkönen in der Pressekonferenz vor der Rallye Schweden über seinen Lernprozess, die Erwartungen für den Auftakt und die Rallyeszene an sich

Frage: "Kimi, willkommen in der WRC. Wird dieses Jahr eine der größten Herausforderungen deiner Karriere?"
Kimi Räikkönen: "Definitiv schon. Es wird nicht einfach, aber die Herausforderung macht mir Spaß. Diese Rallye Schweden wird einer der schwierigsten Läufe, die Bedingungen sind alles andere als einfach. Ich brauche mehr Zeit im Auto, um mich daran zu gewöhnen."

Frage: "Die Vorbereitung ist abgeschlossen, du hast das Auto getestet und an der Arctic-Rallye teilgenommen. Fühlst du dich nun gerüstet für die Rallye Schweden?"
Räikkönen: "Jeder Kilometer, den wir fahren, hilft natürlich. Es ist ein Lernprozess. Wir werden in Schweden einiges dazulernen und ich gehe davon aus, dass es wesentlich einfacher wird, wenn wir dann zu den Schotterrallyes kommen. Ich hoffe, dass wir das Ziel erreichen und ein paar gute Zeiten hinlegen können."

Frage: "Was hat dir bei deinem WRC-Abenteuer bisher am meisten Spaß gemacht und was war am schwierigsten?"
Räikkönen: "Alles ist schön. Es ist alles recht aufregend. Ich bin viele Jahre lang in der Formel 1 gefahren und ein Wechsel ist eine tolle Erfahrung. Es gibt so viel, was man lernen muss. Das Schwierige ist, die Pisten kennenzulernen und den Aufschrieb zu machen. Es wird noch etwas dauern, bis ich darin so gut bin wie die anderen."

Frage: "Kannst du hier in die Top 10 fahren?"
Räikkönen: "Das wäre gut. Ich habe wirklich keine Ahnung, wo ich landen werde. Wir wollen zumindest ein gutes Tempo gehen. Die zweiten Durchfahrten der Prüfungen sind einfacher. Wir werden versuchen, unser Bestes zu geben."

Frage: "Mit Sébastien Loeb und Marcus Grönholm sitzen zwei Weltmeister neben dir (in der Pressekonferenz; Anm. d. Red.). Haben sie dir schon gute Tipps gegeben?"
Räikkönen: "Sie waren sehr hilfsbereit, aber leider kann einem niemand beibringen, wie man fährt - das muss man selbst lernen. Was einen weiterbringt, ist die Erfahrung. Sie haben schon sechs Jahre Erfahrung oder so, Marcus wahrscheinlich 20 Jahre oder mehr. Deshalb bin ich hier, um dazuzulernen."

Frage: "Wie sehr hat der Shakedown geholfen, das Auto abzustimmen?"
Räikkönen: "Wir haben zwei verschiedene Sachen ausprobiert. Aber es war mein erstes Outing seit der Arctic-Rallye. Von daher war es schön, wieder ins Auto zu steigen. Das Auto fühlt sich gut an, aber ich muss eher an meinem Fahrstil arbeiten als daran, das Auto zu verändern."

Frage: "Bei der Arctic-Rallye bist du gute Zeiten gefahren und warst nur eine Sekunde hinter Daniel Sordo. Wird es hier auch möglich sein, nur eine Sekunde hinter dem Führenden zu sein?"
Räikkönen: "Es wird hier schwieriger. Die Arctic-Rallye kannte ich schon vom Jahr zuvor. Wenn ich hier den gleichen Speed fahren könnte, wäre ich sehr zufrieden. Aber die Prüfungen schauen sehr schwierig aus. Hoffentlich haben wir einen guten Aufschrieb gemacht."

Frage: "Was denkst du über die Leute in der Rallyeszene und die Medien? Sind sie anders als in der Formel 1?"
Räikkönen: "Bisher waren alle nett, hoffentlich bleibt es so! Die Atmosphäre ist wirklich ganz anders. Mir gefällt das, die Stimmung hier ist gut."

Frage: "Dein WRC-Programm läuft vorerst für ein Jahr. Willst du dir in der WRC eine neue Karriere aufbauen oder wieder zurück in die Formel 1?"
Räikkönen: "Das weiß ich noch nicht. In diesem Jahr habe ich einen Vertrag mit Red Bull und Citroënn. Für das nächste Jahr oder die nächsten Jahre habe ich noch keinen konkreten Plan. Wenn es gut läuft, besteht die Chance, dass ich in der WRC bleibe. Wenn nicht, weiß ich noch nicht, was ich mache. Vielleicht habe ich nach diesem Jahr konkretere Pläne. Warten wir es ab."

Fotoquelle: GEPA

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