Daniel Sordo ist mit einer Bestzeit in die neue WRC-Saison gestartet

Rallye 2010

— 11.02.2010

SS1: Sordo startet mit Bestzeit in die Saison

Daniel Sordo hat die erste Zuschauerprüfung der Rallye Schweden für sich entschieden - Kimi Räikkönen Neunter - Dreher kostet Petter Solberg viel Zeit

Die WRC-Saison 2010 ist eröffnet! Mit der ersten Zuschauerprüfung auf der Pferderennbahn in Karlstadt hat die Rallye Schweden und damit die neue Jagd auf Zeiten, Punkte und Titel begonnen. Und schon auf den ersten 1,9 Kilometern der neuen Saison erlebten die Fans spannende Duelle sowie einiges an Action und Dramen.

Die erste Bestzeit der Saison ging an Citroën-Pilot Daniel Sordo. Der Spanier, der erst vor Kurzem die Arcic-Rallye in Lappland gewinnen konnte, umrundete den Parcours in 1:31.4 Minuten. Damit hatte er den deutlichen Vorsprung von zwei Sekunden auf seinen nächsten Verfolger, Sébastien Ogier. Der Citroën-Junior wurde mit 1:33.4 Minuten Zweiter. "Ich fühle mich im Auto wirklich super, das war schon bei der Arctic-Rallye so", begründet Sordo. "Ich kann jetzt einfach viel schneller fahren. Und das ist gut, denn das wird ein wichtiges Jahr für mich!"

Drittschnellster war knapp hinter Ogier Ford-Pilot Mikko Hirvonen mit 1:33.5 Minuten. "Es war alles okay, ich hatte kein Problem und habe keine Dramen erlebt. Ich bin vielleicht nur ein bisschen zu vorsichtig gefahren", berichtet Hirvonen. Sein großer Rivale Sébastien Loeb (Citroën) wurde zwei Zehntelsekunden dahinter Vierter. "Ich habe ein sehr gutes Feeling", sagt der Rekordweltmeister zum Saisonstart. Um über einen möglichen siebten Titel zu sprechen, sei es jetzt noch zu früh, so Loeb weiter, "aber ich bin mir sicher, dass es die ganze Saison über ein extrem enger Fight wird."

Jari-Matti Latvala landete mit einer Zeit von 1:34.0 Minuten auf Platz fünf. "Es war eine tolle Prüfung, ich bin jedoch vielleicht ein bisschen zu vorsichtig gefahren. Aber wenigstens habe ich keinen Fehler gemacht", berichtet der junge Finne, dessen unglückliches Ausscheiden bei der abschließenden Zuschauerprüfung der Rallye Polen 2009 unvergessen bleibt.

Eine der heißesten Fahrerpaarungen bei dieser Zuschauerprüfung wurde aus einem zurückgekehrten Weltmeister und einem neu eingestiegenen Weltmeister gebildet: Marcus Grönholm trat gegen Kimi Räikkönen an. Der frühere Rallyeweltmeister Grönholm fuhr wie Latvala eine Zeit von 1:34.0 Minuten und wurde Sechster, da er die Zeit nach dem jungen Finnen fuhr. Auch Grönholm räumt ein, ein bisschen zu vorsichtig gefahren zu sein: "Aber ab morgen geben wir dann richtig Gas!"

WRC-Neuzugang Räikkönen (Citroën JT) kam auf eine Zeit von 1:36.5 Minuten - exakt wie Mads Östberg im Adapta-Subaru. Damit hatte Räikkönen einen Rückstand von 5,1 Sekunden auf die Bestzeit von Sordo. Da er die Zeit erst nach Östberg fuhr, wurde er als Prüfungsneunter gewertet. In der Gesamtwertung rangiert Räikkönen aber wegen seiner niedrigeren Startnummer als Achter vor dem zeitgleichen Norweger. "Es war schon okay", sagt der frühere Formel-1-Weltmeister über seine erste WRC-Prüfung als Stammpilot. Er habe nicht allzu sehr attackiert, so Räikkönen, schließlich könne man bei solchen Prüfungen mehr verlieren als gewinnen.

Im Shakedown heute Vormittag hat er auch etwas Zeit gebraucht, bis er sich an das Auto gewöhnt hatte. Und der "Iceman" kann übrigens zum echten Hitzkopf werden. Denn Räikkönen gibt zu: Wenn Zuschauer zu nah an die Piste kommen, wie im Abschlusstraining am Vormittag passiert, dann flucht er lauthals in seinen Helm.

Petter Solberg erlebte auf den ersten 1,9 Kilometern der Saison schon sein erstes Drama. Der Norweger trat im direkten Duell gegen seinen Bruder Henning (Stobart) an. Dabei rammte er zunächst mit dem Heck seines neuen Citroën C4 WRC mehrfach Schneewälle, bevor er sich schließlich ganz drehte. Nur mit einer weiteren Schleudereinlage brachte Petter Solberg seinen C4 wieder in Fahrtrichtung.

Das Missgeschick hat dem Norweger schon in der ersten Prüfung einen Rückstand von rund 18 Sekunden auf die Spitze eingebracht, den er nun im weiteren Verlauf der Rallye wieder aufholen muss. "Ich hatte viel Übersteuern. Der Dreher war mein Fehler, vielleicht habe ich zu viel gewollt. Sch..., aber es ist jetzt nun einmal so", ärgert sich Solberg, der die Zuschauerprüfung außerhalb der Top 40 beendete.

Morgen beginnt die Rallye Schweden dann richtig. Die erste normale Wertungsprüfung steht ab 08:18 Uhr auf dem Programm. Insgesamt werden morgen sieben Prüfungen gefahren, darunter am Abend eine weitere Superspecial in Karlstadt.

Ergebnis SS1 im Überblick (Top 12):

01. Daniel Sordo (Citroën) - 1:31.4 Minuten
02. Sébastien Ogier (Citroën JT) - 1:33.4
03. Mikko Hirvonen (Ford) - 1:33.5
04. Sébastien Loeb (Citroën) - 1:33.7
05. Marcus Grönholm (Stobart) - 1:34.0
06. Jari-Matti Latvala (Ford) - 1:34.0
07. Matthew Wilson (Stobart) - 1:35.3
08. Mads Östberg (Adapata) - 1:36.5
09. Kimi Räikkönen (Citroën JT) - 1:36.5
10. Khalid Al Qassimi (Ford) - 1:36.6
11. Per-Gunnar Andersson (Skoda Fabia S2000) - 1:36.6
12. Henning Solberg (Stobart) 1:37.1
...
44. Petter Solberg (PSWRT) - 1:49.7

Fotoquelle: xpb.cc

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