Kimi Räikkönen fühlt sich nun gerüstet für den zweiten Saisonlauf in Mexiko

Rallye 2010

— 14.02.2010

Räikkönen: "Ich wurde immer besser"

Für Kimi Räikkönen war das Ergebnis in Schweden noch zweitrangig, was zählte, war die Erfahrung - Teamkollege Sébastien Ogier überzeugt als Fünfter

Kimi Räikkönen beendete seinen ersten WM-Lauf im Citroën C4 WRC auf Rang 30, doch das Ergebnis ist für den früheren Formel-1-Weltmeister noch zweitrangig. Was für ihn viel wichtiger ist: Trotz der extrem tückischen Bedingungen konnte er alle Wertungsprüfungen der Rallye Schweden beenden - auch wenn er einmal viel Zeit in einem Schneewall verlor.

Zudem konnte er bei seiner erst sechsten Rallye überhaupt immer wieder Top-10-Zeiten fahren. Hätte er nicht am Freitag seinen Ausritt gehabt, hätte der "Iceman" durchaus in die Top 10 fahren und gleich bei seinem Debüt seine ersten WRC-Punkte holen können. Und wichtig ist ihm die Erfahrung, die er beim Saisonauftakt sammeln konnte.

"Wir haben während der Rallye Fortschritte gemacht", bilanziert Räikkönen. "Es war wichtig für die Erfahrung, die erste Rallye der WRC-Saison zu beenden. Wir wussten immer, dass Schweden kein einfacher Start in die Saison wird. Aber jetzt können wir uns besser auf den nächsten Lauf vorbereiten. Ich bin zwar mit dem C4 noch nie auf Schotter gefahren, aber ich hoffe, dass wir in Mexiko konstanter sein können. Ich denke, dass es dort ein bisschen einfacher wird."

"Es war für mich ein ermutigender Lauf, bei dem ich so viel gelernt habe", erklärt der finnische Rookie weiter. "Vom Start bis ins Ziel hatte ich das Gefühl, dass ich immer besser werde. Ich hatte auch erwartet, dass es so ist, wenn ich mehr Zeit im Auto verbringe. Natürlich muss ich noch viel lernen, weil das Feeling ganz anders ist als in der Formel 1.

"Aber ich weiß jetzt ganz gut, wie man mit dem Aufschrieb arbeitet und verstehe auch das Auto ein bisschen besser. Wir wollten mehr Erfahrung im Auto sammeln und vor allem ins Ziel kommen. Von daher habe ich alles erreicht, was ich mir vorgenommen hatte", so Räikkönen.

Sein erfahrender Beifahrer Kaj Lindström war jedenfalls voll des Lobes für Räikkönen: "Wenn man neben einem Fahrer wie Kimi sitzt, geht man davon aus, dass er nichts anderes ist als ein unglaubliches Talent. Aber ich muss sagen, dass er an diesem Wochenende sogar mich überrascht hat. Er ist mit einer Pace gefahren, die schnell, aber extrem kontrolliert war. Er hat nichts Verrücktes gemacht oder zuviel riskiert. Heute haben wir auf den Fortschritten aufgebaut, die wir an beiden Tagen zuvor gemacht hatten. Von daher bin ich jetzt für die Zukunft wirklich zuversichtlich."

Bei all der Aufmerksamkeit, die Räikkönen genießt, ging die Leistung seines Citroën-JT-Teamkollegen Sébastien Ogier ein bisschen unter. Der Franzose wurde bei seiner erst zweiten WRC-Schneerallye und seinem Schweden-Debüt Fünfter und war damit bester Nicht-Werkspilot. Schon am Freitagmorgen hatte sich Ogier auf Rang fünf positioniert und diesen Platz hielt er bis ins Ziel.

"Es ist großartig, die Saison mit einem solchen Ergebnis zu beginnen", freut sich Ogier. "Der erste Tag der Rallye lief perfekt für usn und wir konnten ein gutes Tempo fahren. Danach mussten wir uns nur noch um unser Endergebnis kümmern. Ursprünglich war das Ziel, einfach durchzukommen, um bei dieser für mich neuen Rallye Erfahrung zu sammeln. Dieser fünfte Platz gibt uns viel Selbstvertrauen für die Saison. Jetzt müssen wir weiter Fortschritte machen, angefangen bei der nächsten Rallye in Mexiko."

Entsprechend positiv fällt auch das Fazit von Teamchef Benoit Nogier aus: "Kimi ist bemerkenswert in seinen ersten WRC-Lauf mit uns gestartet. Es lief genau so, wie wir uns das zuvor vorgenommen hatten", lobt Nogier. "Kimi wurde immer schneller, blieb aber angesichts dessen, was er alles Neues lernen muss, ruhig."

"Sébastien Ogier hat all seine Qualitäten gezeigt, mit denen er schon am Ende der vergangenen Saison überzeugt hat. Wir hätten uns nicht mehr erhoffen können. Er wurde bei seiner allerersten Schweden-Rallye Fünfter und hat dabei keinerlei Fehler gemacht. Wir können mit seiner Performance nur extrem zufrieden sein", fährt der Teamchef fort. "Vom Start bis ins Ziel haben unsere Autos und Fahrer eine wahre Spitzenperformance gezeigt!"

Fotoquelle: xpb.cc

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