Mikko Hirvonen fand in Mexiko einfach nicht zu seinem Rhythmus

Rallye 2010

— 08.03.2010

Mexiko-Enttäuschung: Ursachensuche bei Ford

Ford hinkte Citroën in Mexiko deutlich hinterher und betrieb Schadensbegrenzung - Teamchef Malcom Wilson: "Eine der schwierigsten Rallyes der vergangenen Zeit"

Während Citroën in Mexiko einen Dreifachsieg mit Werkspilot, Junior und Privatier feiern konnte, musste sich das Ford-Werksteam mit den Plätzen dahinter begnügen. Mikko Hirvonen wurde Vierter, nachdem ihm Teamkollege Jari-Matti Latvala diesen Platz überlassen hatte. Latvala begnügte sich mit Platz fünf, um Hirvonen zu weiteren WM-Punkten zu verhelfen. In der Markenwertung führt Ford noch mit sechs Punkten Vorsprung.

Hirvonen - der mit Siegen bei der zur IRC-Serie zählenden Rallye Monte Carlo und dem WM-Auftakt in Schweden überaus erfolgreich in die neue Saison gestartet war - musste am Freitag als Erster auf die mit einer dicken Staubschicht überzogenen Schotterprüfungen starten. Damit übernahm der 29-Jährige für die nachfolgenden Teilnehmer die undankbare Rolle des "Straßenfegers", die ihn viel Zeit kostete. Am Ende der ersten Etappe lag er bereits mit einem Rückstand von 1.31.5 Minuten nur auf Rang sechs und gut 30 Sekunden hinter dem fünftplatzierten Latvala.

Im Laufe des Samstags konnten sich die beiden Ford-Piloten wegen des Ausfalls von Daniel Sordo (Citroën) zwar jeweils um eine Position verbessern, holten aber nicht so viel Zeit auf wie erhofft. Auf der vorletzten von 21 gefahrenen Wertungsprüfungen ließ Latvala am Sonntag seinen Teamkollegen passieren, der damit seinen 100. Start bei einer WM-Rallye als Vierter beendete.

"Das war eine schwierige Veranstaltung für uns", bekennt Hirvonen. "Nach dem Sieg in Schweden hatte ich ein besseres Resultat erwartet. Aber ich fand hier in Mexiko zu keiner Zeit einen guten Rhythmus und konnte nicht so hart angreifen, wie ich wollte - wenn ich es trotzdem versuchte, dann rutschte ich stets von der idealen Linie und verlor noch mehr Zeit. Wir haben viele verschiedene Dinge ausprobiert, aber keine rechte Antwort gefunden. Kurzum: Da wir nicht in der Lage waren, um Platz eins zu kämpfen, muss ich mit den eingefahrenen Punkten zufrieden sein - dies ist speziell zu Beginn der Saison sehr wichtig für uns."

Latvala gewann dem Ergebnis einen positiven Aspekt ab - auch wenn er lieber um einen Platz auf dem imaginären Podest konkurriert hätte: "Nach Schweden habe ich das Ziel erneut ohne jedes Problem erreicht, dies stärkt mein Selbstbewusstsein enorm", so der 24-Jährige. "Ich bin von Prüfung zu Prüfung immer schneller geworden."

Er hat zumindest auch eine Ahnung, warum er nicht auf Tempo kam: "Zu Beginn der Rallye waren wir noch mit einer zu weichen Fahrwerksabstimmung unterwegs - eine Folge der verregneten Testfahrten vor dieser Veranstaltung. Als wir dies erkannt und geändert haben, war der Zeitverlust bereits zu groß. 500 Meter vor dem Ziel der letzten 'echten' Prüfung nahmen wir dann Tempo heraus und tauschten dadurch mit Mikko die Plätze - für mich überhaupt kein Problem, denn dies ist mein Job."

Teamchef Malcolm Wilson erlebte nach eigenen Worten eine der für ihn "schwierigsten Rallyes der vergangenen Zeit": "Wir haben speziell auf der ersten Etappe zu viel Zeit verloren und wissen im Moment noch nicht genau, warum", so der Brite. "Aber wir werden der Ursache auf den Grund gehen, sie beheben und mit geballter Kraft zurückschlagen. Mikko Hirvonen fand aus diesem Grund nicht das notwendige Vertrauen ins Auto, als er als Erster in die Wertungsprüfungen starten musste. Jari-Matti Latvala lieferte einen perfekten Job ab und unterstützte seinen Teamkollegen genau so, wie wir dies mit ihm vor dem Beginn der Saison vereinbart hatten."

Gerard Quinn, Motorsport-Chef von Ford Europa, sieht Grund für Optimismus: "Das Team ist als Tabellenführer in Mexiko angereist und reist als Tabellenführer wieder ab - auch wenn wir ein hartes Wochenende erlebt haben und nicht die Ergebnisse einfahren konnten, die wir uns vorgenommen hatten. Aber ab und zu müssen auch weniger gute Resultate hart erkämpft werden, dies ist uns gelungen. Wichtige WM-Punkte errungen zu haben, obwohl die Rallye für uns nicht gut lief, unterstreicht für mich ganz klar unsere tiefe Entschlossenheit."

Fotoquelle: xpb.cc

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