Mikko Hirvonen und Ford hatten in Mexiko gegen Loeb und Co. keine Chance

Rallye 2010

— 23.03.2010

Mangelnde Pace: Noch keine Sorgenfalten bei Ford

Ford-Technikchef Christian Loriaux nennt drei Gründe, warum man in Mexiko gegen Citroën keine Chance hatte: Grundsätzlich zu langsam sei der Focus nicht

Das Kräfteverhältnis bei der Rallye Mexiko war deutlich: Citroën fuhr vorne weg und holte einen ungefährdeten Dreifachsieg, Ford hatte diesmal gegen den Rivalen aus Frankreich keine Chance. Ford-Technikchef Christian Loriaux hat nun die Daten genau analysiert und kommt zu dem Schluss: Beim blauen Oval muss man sich noch keine Sorgen machen. Er hat drei Gründe für das mäßige Abschneiden in Mexiko gefunden - doch grundsätzlich zu langsam sei der Focus nicht.

"Der erste Grund ist, dass wir in Mexiko noch nie besonders stark waren, während Sébastien Loeb und Petter Solberg dort immer gut waren", wird Loriaux von 'Autosport' zitiert. Der zweite Grund sei, dass auch Dani Sordo und Sébastien Ogier bei dieser Rallye sehr gut gefahren seien.

"Man könnte nun auf 2008 verweisen und sagen, dass Jari-Matti Latvala da am ersten Tag bei vielen Prüfungen schnell war", weiß Loriaux, doch er gibt zu bedenken: "Der Unterschied ist, dass Jari-Matti damals, als er diese Zeiten gefahren ist, einfach ein Verrückter war. Er ist fünf Bestzeiten gefahren und hatte dann einen Crash. Er ist jetzt ein anderer Fahrer und hat für uns in Mexiko einen fantastischen Job gemacht. Und diesmal war es Sordo, der schnell war und einen Crash hatte."

"Der dritte Grund für dieses Ergebnis war das Straße fegen am ersten Tag - und dass Mikko Hirvonen am zweiten Tag demoralisiert war. Der Unterschied, als Erster oder Zweiter auf die Straße zu gehen, war massiv", so der Technikchef. So seien Petter Solberg und Sébastien Ogier am ersten Tag recht ähnliche Zeiten gefahren. Aber am zweiten Tag, als Solberg als Erster auf die Piste ging und Ogier als Zweiter, sei der Unterschied zwischen den beiden wesentlich größer gewesen.

Für Ford gilt es nun, Mexiko abzuhaken und sich auf die Rallye Jordanien vorzubereiten. Dazu wird auf Sardinien getestet. Aber aufgrund der Homologation können am Focus keine umfassenden Änderungen vorgenommen werden. "Wir können nicht viel tun, aber ich bin auch nicht besorgt", erklärt Loriaux. Und: "Wir haben in Schweden gewonnen und es ist ja nicht so, dass unser Auto eben noch ein Siegerauto und bei der nächsten Rallye totaler Müll ist."

Fotoquelle: xpb.cc

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