Morrie Chandler will die WRC kostengünstig und damit attraktiv machen

Rallye 2010

— 25.03.2010

Sparkurs: Nur ein Motor für die ganze Saison?

Langfristig gesehen könnte die FIA einführen, dass ein WRC-Motor eine ganze Saison halten muss - Doch wie hoch sind die Entwicklungskosten dafür?

Bei der Suche nach weiteren Möglichkeiten zum Kostensparen denkt die FIA darüber nach, dass längerfristig gesehen ein WRC-Motor eine ganze Saison über halten muss. Laut WRC-Kommissionspräsident Morrie Chandler wird das zwar nicht bereits für die kommende Saison denkbar, für die längerfristige Zukunft aber durchaus eine Option.

"Unser letztendliches Ziel ist es, dass wir einen Motor pro Jahr haben", wird Chandler von 'Autosport' zitiert. Denn man wolle in der WRC die Kosten für die Motorenentwicklung eindämmen. "Und in anderen Serien - zum Beispiel der IRC - wo man den Motor bei jedem Lauf wechseln kann, werden die Kosten steigen", so der Kommissionspräsident.

Bis es soweit ist, müssten aber noch einige organisatorische Dinge geregelt werden. "Natürlich brauchen wir ein entsprechendes Reglement. Denn etwas muss ja passieren, wenn ein Motor einen außergewöhnlichen technischen Defekt hat, an dem niemand Schuld trägt, und gewechselt werden muss. Das wird für das nächste Jahr noch nicht kommen, aber es ist notwendig, damit es funktioniert, mit einem Motor pro Jahr zu fahren", erklärt Chandler.

Er betont aber auch, dass diese neue Regel nur für die WRC gelten würde, was außerhalb der WM geschieht, könne man nicht vorschreiben. "Mir schwebt vor, dass wir die Rallye-Weltmeisterschaft so kostengünstig wird, dass das die Serie ist, in der die Leute fahren. Und die, denen das Geld egal ist, können woanders fahren und bei jeder Rallye einen neuen Motor einbauen", so Chandler. "Auf diese Art und Weise machen sie unseren Sport nicht kaputt und unser Sport ist offen für die, die zwar wenig Budget, aber das nötige Können haben."

Technisch machbar wäre das laut Ford-Technikchef Christian Loriaux auf alle Fälle. "Mit einem Motor ist alles möglich. Der Motor in unseren Serienfahrzeugen hält 320.000 Kilometer. Klar, dann können wir auch einen Rennmotor bauen, der eine ganze Saison hält", so Loriaux. Aber er gibt zu bedenken, dass die Entwicklung eines solchen eben doch teuer ware.

"Wir müssen einen Motor bauen, der 8.000 Kilometer hält und bei 8.005 Kilometern hochgeht", schildert der Ford-Technikchef. Dazu muss man mit einem Auto unter diesen Bedingungen testen. Aber was passiert, wenn unser Testmotor nach 5.000 Kilometern hochgeht? Dann müssen wir wieder von vorn anfangen. Und wenn wir die 8.000 Kilometer geschafft haben, müssen wir es wiederholen, um die Daten zu verifizieren - dann zum dritten Mal. Plötzlich müssten wir 24.000 Kilometer auf Asphalt, Schotter und Schnee testen. Und das würde viel Geld kosten."

Fotoquelle: xpb.cc

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