Unterwegs in Jordanien: Kimi Räikkönen holte am Wochenende seine ersten Punkte

Rallye 2010

— 07.04.2010

Räikkönen: "Genau so hatte ich mir das vorgestellt"

Citroën-Pilot Kimi Räikkönen fühlt sich in der Rallye-WM pudelwohl und denkt derzeit überhaupt nicht über seine Zukunft im Motorsport nach

Nach drei WM-Veranstaltungen ist Kimi Räikkönen nun zweifelsohne im Rallyesport angekommen: Der finnische Rennfahrer meisterte die Rallye Jordanien mit Bravour und staubte nach drei harten Prüfungstagen seine ersten WM-Zähler ab. Dass ihn die Rallye-Szenerie dabei vor immer neue Herausforderungen stellt, gefällt dem ehemaligen Formel-1-Piloten ausnehmend gut.

"Rückblickend muss ich gestehen: Ich wäre überrascht gewesen, hätte mir vor der Saison jemand gesagt, dass ich schon in Jordanien meine ersten WM-Punkte einfahren würde", schreibt Räikkönen in seinem Blog. "Von allen Rallyes, die ich bisher bestritten habe, war das sicherlich die schwierigste. Trotzdem konnte ich vier Zähler für den achten Platz abgreifen", gibt der 30-Jährige zu Protokoll.

"Rallyefahren scheint eine dieser Sportarten zu sein, in denen du immer weniger weißt, je mehr du lernst. Was ich damit meine: Wenn du denkst, du hast ein Problem gelöst, dann erkennst du erst, wie viel Arbeit noch vor dir liegt. Genau so hatte ich mir das aber vorgestellt", erläutert Citroën-Pilot Räikkönen. "Ich hatte niemals erwartet, hierher zu kommen und sofort an die Spitze zu fahren."

"Man würde ja auch nicht erwarten, dass jemand wie Sébastien Loeb in der Formel 1 umgehend ganz vorne liegen würde. Die meisten Fahrer sind halt von Natur aus ungeduldig", meint Räikkönen. "Du willst alles und das sofort. Beginnst du aber etwas Neues, musst du diese Empfindung unter Kontrolle halten. Ich habe jedenfalls viel Spaß daran, quasi wieder die Schulbank zu drücken."

"Es ist wie bei meinen Anfängen in der Formel 1. Es ist ja nicht so, dass mich die Formel 1 langweilen würde. Nur: Wenn du eine Sache lange genug machst, dann gewöhnst du dich einfach zu sehr daran. Das Rallyefahren hat mir einen Tapetenwechsel verschafft, als ich ihn gebraucht habe", erklärt der Finne. "Was die Zukunft mit sich bringt - wer weiß das schon? Darüber denke ich gar nicht nach."

"Vielleicht mache ich mir zur Saisonhälfte einige Gedanken, was 2011 für mich ansteht. Bis dahin gibt es aber keinen Grund, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Für den Augenblick bin ich sehr glücklich bei dem, was ich tue. Rallyefahren war schon immer mein Traum seit ich ein kleiner Junge war. Jetzt kann ich meinen Traum leben. Wie viele Leute können das denn schon von sich behaupten?"

Aus diesem Grund fühle er sich im Rallyesport regelrecht zuhause, meint Räikkönen. "Im Motorsport gibt es so viel Druck und dann ist da auch ständig noch das Business. Da vergisst man schnell, weshalb man die Sache überhaupt betreibt: Weil es überaus viel Spaß macht", so der finnische Citroën-Rennfahrer abschließend. "Darum geht es mir in diesem Jahr", stellt Räikkönen heraus.

Fotoquelle: xpb.cc

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