Sébastien Loeb sieht sich nicht mehr nur mit einem Gegner konfrontiert

Rallye 2010

— 13.04.2010

Loeb: Plötzlich fünf statt nur einen Rivalen

Drei Fragen an Sébastien Loeb: Der Citroën-Star über die bisherige Saison, neue Siegkandidaten, die neue Türkei-Route und das leidige Thema Straßenfegen

Frage: "Die Saison 2010 hat für dich gut angefangen: erst ein zweiter Platz und dann zwei Siege. Du hast inzwischen einen recht ansehnlichen Vorsprung..."
Sébastien Loeb: "Das bringt mich zum Lächeln, denn irgendjemand hat gesagt, mein zweiter Platz in Schweden sei ein Zeichen gewesen, dass ich die Motivation verloren hätte. Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe nicht vor, nach 56 WRC-Siegen aufzuhören."

"Das Interessante ist, dass die die Saison 2010 nicht auf ein Duell zwischen Mikko Hirvonen und mir hinauszulaufen scheint. Da sind auch noch Jari-Matti Latvala, der nun in der Lage zu sein scheint, Speed und Konstanz miteinander zu vereinbaren, Petter Solberg und Sébastien Ogier. Sie alle können ganz vorn mitkämpfen. Und das gilt auch für Dani Sordo. Im Moment kommt mir das entgegen, aber es kann die Aufgabe für mich auch schwieriger machen."

Frage: "Die Rallye Türkei wird auf einer neuen Route gefahren. Was ändert das für dich?"
Loeb: "Ich muss mich bei der Recce wesentlich mehr konzentrieren. Wenn wir einen alten Aufschrieb haben und ich weiß, dass sich die Route im Vergleich zu früher nicht großartig geändert hat, dann weiß ich, wo die großen Fallen sind und muss mir keine zu großen Gedanken machen. Dann muss man nur noch an den Details feilen."

"Wenn wir eine Route zum ersten Mal befahren, ist es wesentlich komplizierter. Ich muss mir bei 70 Stundenkilometern vorstellen, mit welchem Rennspeed wir ankommen, um mir Notizen über die Kurven und Bodenwellen zu machen. Bei der ersten Durchfahrt bei so einer Rallye haben wir immer ein bisschen mehr Angst als sonst! Man sollte sich also besser ein bisschen mehr Spielraum lassen und den Aufschrieb dann für die zweite Durchfahrt überarbeiten."

Frage: "Das Straßenfegen wird wieder ein leidiges Thema sein..."
Loeb: "Ja, und das passt mir nicht besonders. Es ist schade, dass die ganze Aufmerksamkeit diesem Aspekt gilt und nicht dem Fight zwischen den Crews. Meine Meinung dazu hat sich in den vergangenen beiden Jahren nicht geändert. Ich denke, dass es die beste Lösung ist, wenn die besten 15 in umgekehrter Reihenfolge in den zweiten und dritten Tag gehen. Da muss niemand rechnen und alle müssen vom Start bis ins Ziel Gas geben."

"Auch die Idee, den Shakedown als Qualifying zu nehmen, würde Sinn machen. Wie auch immer! Ich hoffe einfach, dass die FIA das Reglement bald ändert, damit für alle Chancengleichheit herrscht."

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

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