Petter Solberg hat sich durch die großen Steine auf den zweiten Platz gekämpft

Rallye 2010

— 17.04.2010

SS12/13: Solberg stürmt nach vorn

Sébastien Ogier führt weiter in der Türkei, doch Petter Solberg ist neuer Zweiter vor Mikko Hirvonen - Piloten klagen über Streckenänderungen und raue Pisten

Die erste Samstagsschleife der Rallye Türkei ist absolviert und die ersten vier Prüfungen dieses Tages haben gehalten, was alle erwartet haben: Sie waren extrem hart. Dafür sorgten zum einen die großen scharfkantigen Steine auf den ultraschnellen Schotterabschnitten und die zwischenzeitlichen Asphaltstrecken, die Reifen und Autos aufs Härteste forderten. Zum anderen aber auch die Organisatoren: Sie hatten teilwese die Streckenführung geändert, so dass die in der Recce erstellten Aufschriebe nicht mehr passten und die Fahrer einige üble Überraschungen erlebten.

Citroën-Junior Sébastien Ogier konnte seine Führung auf den ersten vier Prüfungen des Tages verteidigen, obwohl er als Erster auf die Piste musste. Dahinter hat Citroën-Privatier Petter Solberg eine Aufholjagd gestartet. Er holte in der 27 Kilometer langen 13. Wertungsprüfung die Bestzeit und verbesserte sich damit von Platz vier auf Platz zwei. Sein Rückstand auf Leader Ogier beträgt 10,9 Sekunden.

Ford-Pilot Mikko Hirvonen, der sich zwischenzeitlich von Rang drei auf zwei verbessert hatte, ist nun mit 3,7 Sekunden Rückstand auf Solberg Dritter. Der WM-Führende Sébastien Loeb war in dieser Prüfung ebenfalls schnell unterwegs: Er verbesserte sich von Platz fünf auf Rang vier und hängt Hirvonen mit nur 0,4 Sekunden Rückstand im Nacken. Sein Citroën-Kollege Dani Sordo rutschte von Platz drei auf Rang fünf ab, hat aber auch nur 0,2 Sekunden Rückstand auf Loeb.

Hinter diesen hart umkämpften Top 5 ist die Lücke jedoch auf inzwischen über drei Minuten angewachsen. Citroën-Junior Kimi Räikkönen hält sich weiter gut im Rennen und liegt zur Mittagspause auf dem sechsten Platz - so weit vorn war er in der WRC noch nie platziert. Der Finne konnte seinen Vorsprung auf den Gesamtsiebten Federico Villagra (Munchi's) auch leicht auf 13,2 Sekunden verbessern. Achter ist Stobart-Pilot Matthew Wilson vor Lokalmatador Ott Tanak vor Dennis Kuipers.

Ford-Pilot Jari-Matti Latvala hat sich bereits in der ersten Prüfung am Morgen überschlagen. Er konnte zwar weiterfahren, hat aber zunächst neun Minuten verloren und büßte im weiteren Verleuf noch mehr Zeit ein, weil bei dem Crash sein Turboantrieb kaputt ging. Er hat nun schon über 18 Minuten Rückstand auf Spitzenreiter Ogier und hat sich darauf verlegt, Punkte für die Markenwertung zu sammeln.

"Der Morgen ist gut gelaufen, angesichts meiner Startposition war ich wirklich gut unterwegs. Jetzt schauen wir mal weiter", freut sich Spitzenreiter Ogier. Er hatte übrigens keine Probleme mit dem plötzlich geänderten Streckenverlauf. Auch Solberg ist mehr als zufrieden: "Es ist sehr gutgelaufen, in dieser Prüfung war ich am Ende richtig gut unterwegs."

Der Gesamtdritte Hirvonen genießt den "harten und engen Kampf": "Allerdings habe ich auf diesen rauen Prüfungen jetzt ein bisschen Zeit verloren. Aber immerhin sind wir angekommen!" Weniger zufrieden dagegen ist Weltmeister Loeb: "Diese Prüfungen waren wirklich schlecht, da liegen riesige Steine. Du weißt nie, ob du dir nicht was kaputt machst. Da müssen sie für den Nachmittag etwas machen, es liegen überall Steine! Und dann haben sie auch noch die Strecke geändert, das ist alles in allem sehr, sehr gefährlich, wir können froh sein, überhaupt das Ziel erreicht zu haben", schimpft der Franzose.

Und sein Teamkollege Sordo erklärt: "Eigentlich hatte ich keine Probleme und es lief sehr gut. Das große Problem sind die angegriffenen Reifen, dafür habe ich eigentlich wirklich noch eine sehr gute Performance gezeigt."

In der J-WRC ist der Deutsche Aaron Burkart auf Siegkurs. Der Suzuki-Pilot ist zwar im Gesamtklassement auf den elften Platz zurückgefallen, führt die Gesamtwertung aber nun mit über drei Minuten Vorsprung an, da sein Rivale Kevin Abbring ebenfalls massive Probleme hatte.

Fotoquelle: Tony Welam


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