Mikko Hirvonen will auch dieses Mal auf neuem Terrain siegen

Rallye 2010

— 14.04.2010

Türkei: Ford will ersten WM-Sieg auf zwei Kontinenten

Mikko Hirvonen hofft, auf der neuen Route der Türkei-Rallye Vorteile zu haben - Jari-Matti Latvala will wie schon vor zwei Jahren auf das Türkei-Podium fahren

Wenn am kommenden Wochenende der vierte Lauf der WRC-Saison 2010, die Rallye Türkei, ansteht, wollen die Ford-Werksfahrer an ihren Doppelsieg von 2008 anknüpfen, als der Event zuletzt im WM-Kalender stand. Damals gewannen Mikko Hirvonen und Co-Pilot Jarmo Lehtinen vor Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila im zweiten Ford Focus RS WRC.

Allerdings ist die Rallye von Kemer nach Istanbul umgezogen, sämtliche Prüfungen sind deshalb für alle Piloten Neuland. Und: Dank des neuen Reglements wird auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen gefahren. Der Großteil der Rallye wird auf Schotter gefahren, am Samstag stehen aber auch Asphaltprüfungen an, die mit Schotterreifen bewältigt werden müssen.

Ford-Pilot Hirvonen, derzeit WM-Dritter, rechnet sich am Bosporus gute Chancen aus: "Ich mag neue Rallyes, vom Erstellen des Aufschriebs bis zum Wettkampf auf unbekannten Prüfungen", betont der 29-Jährige. "2009 habe ich auf neuen Strecken in Polen und Australien gewonnen und im Jahr davor die WM-Premieren in Norwegen und Jordanien. Es wäre schön, wenn ich diese Serie in der Türkei fortsetzen könnte."

Teamkollege Jari-Matti Latvala kennt den Wechsel zwischen Asphalt und Schotter aus seiner "Lehrzeit" in Italien. "Auf langsamen Prüfungen ist das kein Problem, aber auf Asphalt mit Schotterreifen richtig schnell zu fahren, wird schwierig", weiß der 25-Jährige. "Das Auto bewegt sich sehr stark, und bei Regen wird die Wahl der Bremspunkte kritisch. Wenn die Asphaltstrecken erst am Ende einer WP-Gruppe liegen, sind die Schotterreifen oft schon so abgenutzt, dass sie Slicks nahe kommen und besser funktionieren. In der Türkei verhält es sich jedoch meist umgekehrt - wir müssen also aufpassen, die Pneus anfangs auf Asphalt nicht zu ruinieren, damit sie später auf Schotter noch Grip liefern."

Latvala, der mit seinem zweiten Rang in Jordanien sich und dem Ford-Team jeweils Platz zwei in der Fahrer- und Markenwertung sicherte, betont die Wichtigkeit eines exakten "Gebetbuchs": "Wir werden uns auf diesen neuen WP intensiv mit unserem Aufschrieb befassen. Die Rallye Jordanien war in dieser Hinsicht der schwierigste Lauf des Jahres, und dort hat es für uns ja gut geklappt", erinnert Latvala. "Ich schätze, das Erstellen der Pace notes wird in der Türkei wegen der kürzeren Prüfungen einfacher sein."

Beim vierten WM-Lauf, der zugleich den Auftakt zur Junior-Rallye-Weltmeisterschaft JWRC bildet, setzt mehr als ein Drittel der 44 gemeldeten Teams auf Fahrzeuge mit dem Blauen Oval. Henning Solberg/Ilka Minor und Matthew Wilson/Scott Martin gehen für Stobart auf Punktejagd, einen weiteren Ford Focus RS WRC pilotiert Munchi's-Fahrer Federico Villagra. Das Monster World Rally Team setzt erneut die US-Boys Ken Block/Alex Gelsomino ein - ihr erst zweiter WM-Auftritt im Ford Focus RS WRC überhaupt. Zudem starten zwei Teams im neuen Fiesta S2000. Die Rallye Türkei ist außerdem zweiter Lauf zur internationalen Fiesta SportTrophy.

Fotoquelle: xpb.cc


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