Am kommenden Wochenende betreten die WRC-Piloten türkisches Neuland

Rallye 2010

— 14.04.2010

Türkei: Dreifach-Premiere zwischen Europa und Asien

Die Rallye Türkei wartet in diesem Jahr gleich mit mehreren Neuheiten auf: Neuer Standort, zwei Kontinente und verschiedene Straßenbeläge

Rallye unterm Halbmond: Die WRC kehrt am kommenden Wochenende zurück in die Türkei. Dort gastierte die Rallye-Weltmeisterschaft seit 2003 bereits fünf Mal, zuletzt 2008. In diesem Jahr allerdings gibt es gleich drei Premieren. Der bislang rund um den Urlaubsort Kemer ausgetragene Lauf ist in diesem Jahr erstmals in Istanbul stationiert.

Sämtliche Wertungsprüfungen sind deshalb Neuland für die weltbesten Drifter. Die einzigartige Lage der Metropole an der Meerenge Bosporus ermöglicht es zudem, erstmals in der Geschichte der WM eine Rallye auf zwei verschiedenen Kontinenten auszutragen. Der Start am Donnerstagabend erfolgt direkt bei der berühmten Blauen Moschee im europäischen Teil der Stadt. Dorthin fahren die insgesamt 43 Crews mit einer Bosporus-Fähre.

Danach siedelt die Rallye auf die andere Seite der Bosporus-Brücke nach Asien um. Der Servicepark befindet sich in Pendik, ganz in der Nähe des Istanbul Park, wo das türkische Formel-1-Rennen ausgetragen wird.

Das dritte Novum: Die Veranstalter nutzen die Freiheiten des geänderten Reglements, das seit Jahren erstmals wieder WP auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen erlaubt. Während sich der Großteil der 23 Wertungsprüfungen über insgesamt 358,84 Kilometer auf Schotter abspielt, besteht rund ein Drittel der Samstags-Etappe aus Asphaltprüfungen. Auf beiden WP-Typen müssen die Schotterreifen von Pirelli verwendet werden, sodass dem schonenden Umgang mit den Pneus entscheidende Bedeutung zukommt.

Viele Beobachter gehen davon aus, dass auf der ersten Prüfung des Samstags, der 18,17 Kilometer langen "Gocbeyli"-Prüfung (SS10 und SS14), eine Vorentscheidung fallen könnte. Denn sie führt über fünf Kilometer Schotter und über 13 Kilometer über Asphaltstraßen. Hier muss der Rhythmus passen, damit die Piloten beim Übergang keine wertvolle Zeit verlieren. Vor allem müssen die Reifen so geschont werden, dass sie die folgenden knapp 55 Wertungs-Kilometer bis zum Mittagsservice überstehen.

Gleiches gilt dann für die zweite Durchfahrt am Nachmittag. Auch der letzte Abschnitt der "Bozhane"-Prüfung (SS12 und SS16) wird auf Aspphalt gefahren. Zudem bestehen Teile der Prüfungen "Riva" und "Ballica" aus diesem Untergrund.

Durch den Umzug hat sich auch der Charakter der Rallye geändert: Nach den engen, steinigen Pfaden rund um Kemer besteht die Rallye Türkei nun aus schnellen, flüssigen Prüfungen auf relativ breiten Straßen. Allerdings hat starker Regen Teile der Strecke aufgeweicht. Mit rutschigen Überraschungen ist also zu rechnen - besonders dort, wo die Kurven "gecuttet" werden und Dreck auf die Straße gerät. Die 23 Prüfungen sind zwar neu im WRC-Kalender, sie wurden aber schon im Rahmen der Europameisterschaft und der IRC befahren.

Fotoquelle: xpb.cc


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