Sébastien Ogier sieht sich weiter in der Rolle des Auszubildenden

Rallye 2010

— 22.05.2010

Ogier: Keine Fehler machen und Kilometer sammeln

Sébastien Ogier würde auch in Portugal wieder gern um das Podium kämpfen, doch seine Hauptaufgabe sieht er darin, zu lernen - Viel Lob vom Teamchef

Nach seinen jüngsten Leistungen gehört Sébastien Ogier auch am nächsten Wochenende in Portugal (27. bis 30. Mai) zum erweiterten Favoritenkreis. Der Citroën-Junior selbst sieht sich aber weiter als "Auszubildender" und will vor allem seinen Lernprozess fortsetzen. Das hindert ihn aber nicht daran, wieder vordere Plätze anzupeilen - so wie in Neuseeland, wo nur sein Fehler kurz vor dem Ziel seinen ersten WRC-Sieg verhinderte.

"Ursprünglich war gar nicht geplant, dass ich in Neuseeland antrete. Deshalb muss ich dem Team danken, dass wir dort fahren durften. Denn so konnten wir ein Ergebnis holen, das alle Erwartungen übertraf", sagt Ogier rückblickend. "Das ist ein gutes Zeichen für die Zukunft. Wir haben uns schon zu Beginn der Saison gut gefühlt und wurden immer schneller. Bei unserem ersten Ausflug nach Neuseeland konnten wir eine tolle Leistung zeigen und es hat großen Spaß gemacht, mit dem Citroën C4 WRC auf diesen Prüfungen zu fahren."

Dem kann sich Citroën-Junior-Teamchef Benoit Nogier nur anschließen. "Neuseeland war eine großartige Erfahrung für das gesamte Team", sagt er. "Sébastien war einmal mehr mit dem Auto extrem zufrieden. Er hat vom Start bis ins Ziel richtig gepusht - ohne dass ihm jemand gesagt hat, was er zu tun hat. Er ist konstant Vollgas gefahren und ich hoffe, dass er das Feeling dafür behält. Es war das erste Mal, dass er bis ins Ziel pushen musste. An diese Erfahrung muss er sich erinnern, damit er das in Zukunft wieder tun kann."

Ogier kommt nun als Vierter der Fahrerwertung zur Rallye Portugal. An seiner Herangehensweise hat sich jedoch nichts geändert - das Lernen steht weiter im Vordergrund. "Wir werden nach demselben Plan vorgehen wie seit dem Beginn der Saison", erläutert der junge Franzose. "Obwohl ich diese Rallye schon ein bisschen kenne, müssen wir sicherstellen, dass wir in Portugal keine Fehler machen und dass wir weiter Kilometer sammeln. Es wäre eine großartige Leistung, wenn wir wieder um das Podium kämpfen könnten. Startposition vier am ersten Tag sollte eine ganz gute Ausgangslage sein."

"Sébastien muss auf der Strecke bleiben und cool bleiben", ergänzt Teamchef Nogier. "Trotz seiner jüngsten Ergebnisse ist ihm der Erfolg nie zu Kopf gestiegen und diese wichtige Einstellung muss er beibehalten. Es ist wichtig, einen klaren Blick auf alles zu haben und Sébastien muss noch viel lernen. Allerdings wäre es nicht allzu vermessen, sich für Portugal wieder das Podium zum Ziel zu stecken. Wir sind dem Plan, den wir vor der Saison aufgestellt hatten, zweifellos voraus, aber die Mission ist noch lange nicht erfüllt. Jetzt muss er Rallyes ohne Fehler beenden."

Fotoquelle: xpb.cc


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