Privatfahrer Petter Solberg übt Druck auf die Werksmannschaft aus

Rallye 2010

— 29.05.2010

SS10: Solberg gewinnt, Loeb im Plan

Petter Solberg hat in Portugal die letzte Sonderprüfung vor der Service-Pause gewonnen - Sébastien Loeb halbiert den Rückstand zur Spitze

Die Citroën-Show ging in Portugal auch am Vormittag an Tag zwei weiter. Nachdem Sébastien Loeb die ersten beiden Sonderprüfungen für sich entscheiden konnte, war es in SS10 Petter Solberg, der die Bestzeit markierte. In der Gesamtwertung hat Loeb den Rückstand auf Youngster Sébastien Ogier bereits auf die Hälfte reduziert. Die Teamtaktik der Franzosen funktioniert perfekt. Ogier und Dani Sordo reinigen die Schotterpisten für den Serienweltmeister.

"Es läuft gut, aber ich muss eben Zeit aufholen", so Loeb vor der Mittagspause. "In der letzten Sonderprüfung bin ich nicht so gut gefahren. Bei einer Wasserdurchfahrt ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen und ich verlor etwas Vertrauen. Ich werde aber weiterhin angreifen." Im Vergleich zu Tag eins befinden sich seine Reifen in einem besseren Zustand. 22,9 Sekunden beträgt noch der Rückstand auf Ogier.

Der Franzose beendete SS10 als Vierter und hatte mit den Umständen als Startfahrer zu kämpfen. "Es ist schwer, aber der Vormittag verlief gut, da ich keinen Fehler gemacht habe", so der 26-Jährige. "Die Bedingungen sind hart zu den Reifen, aber gestern habe ich gut auf sie aufgepasst, also versuche ich das heute wieder."

Neben Loeb war auch Solberg der Mann des Vormittags. Der Weltmeister von 2003 holte in den drei Sonderprüfungen kontinuierlich auf und setzte in SS10 in 11:43,4 Minuten die Bestzeit. "Ich habe ein gutes Gefühl. Ich hatte zwar ein kleines Problem, denn es ist nicht leicht hier zu fahren. Es läuft alles nach Plan, aber ich muss Loeb näher kommen."

Solberg hat in der Gesamtwertung nur noch 10,5 Sekunden Rückstand auf Sordo, der sich arg über die Zuschauer in SS10 beklagte. "Im letzten Abschnitt stehen die Zuschauer viel zu knapp an der Strecke. Das ist wirklich gefährlich." Die Ordner müssen für den Nachmittag, wenn ein zweites Mal dieser Abschnitt befahren wird, diese Stellen sicherer machen. Abgesehen von Sordo hat sich aber kein Pilot über die Fans beschwert.

Portugal ist für Ford bisher keine Reise wert gewesen. Mikko Hirvonen beendete die SS10 als Fünfter und verlor in der Gesamtwertung weiter an Boden. In der ersten Hälfte der Wertungsprüfung war der Finne noch gut unterwegs, rutschte aber gegen Ende noch zurück. "Mir ist ein kleiner Fehler unterlaufen, abgesehen davon lief es ganz gut", so der Vizeweltmeister. "Am Nachmittag muss ich sehr auf die Reifen achten."

Teamkollege Jari-Matti Latvala beschädigte in SS9 nach einem Dreher seinen Focus. Damit fiel der Finne weit zurück. Um nicht unter der Superrallye-Regel starten zu müssen, schleppte Latvala sein Auto in langsamer Fahrt in die Servicezone zurück. Damit übernahm Henning Solberg Platz sechs in der Gesamtwertung, gefolgt von Matthew Wilson und Mads Ostberg. Kimi Räikkönen hält sich tapfer auf Rang neun, hat aber schon fünf Minuten Rückstand auf die Spitze. Von hinten übt bereits Federico Villagra Druck aus, der nur noch 33,4 Sekunden Rückstand auf den ehemaligen Formel-1-Star hat.

Gesamtwertung nach 10 von 18 Sonderprüfungen (Top-10):

1. Sébastien Ogier (Citroën) 2:05.52 Minuten
2. Sébastien Loeb (Citroën) + 22.9 Sekunden
3. Dani Sordo (Citroën) + 23.4
4
. Petter Solberg (Citroën) + 33.9
5. Mikko Hirvonen (Ford) + 44.5
6. Henning Solberg (Ford) + 2:11.5
7. Matthew Wilson (Ford) + 3:09.2
8. Mads Ostberg (Subaru) + 3:30.2
9. Kimi Raikkonen (Citroën) + 4:59.7
10. Federico Villagra (Ford) + 5:33.1

Fotoquelle: xpb.cc


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