Sébastien Ogier schont in Portugal seine Pirelli-Reifen am besten

Rallye 2010

— 30.05.2010

SS16/SS17: Ogier steht vor erstem Sieg

Sébastien Ogier ist vor der letzten Spezialprüfung der Sieg kaum noch zu nehmen Es bahnt sich ein Citroën-Dreifachtriumph an

Der Nachmittag in Portugal gestaltete sich weiterhin spannend. Sébastien Loeb sicherte sich die Bestzeiten, doch Sébastien Ogier lies sich nicht abschütteln. Der Kampf um Platz drei war ebenfalls noch offen, aber Mikko Hirvonen fiel mit abgenutzten Reifen zurück. Kimi Räikkönen ist als Neunter auf Punktekurs.

Auf der SS16 markierte Loeb in 13:37,1 Minuten die Bestzeit, doch sein Citroën-Teamkollege Ogier hielt mit dem Ausnahmekönner mit und war nur um 0,6 Sekunden langsamer. "Ich habe so hart attackiert, wie nur möglich", so Ogier. "Beim Start hatte ich ein kleines Problem, denn der Motor wäre mir fast abgestorben." Trotzdem behielt er für die letzten beiden Sonderprüfungen ein Polster von 9,5 Sekunden.

Der Weltmeister weiß, wo er auf den Youngster verliert: "Wahrscheinlich zerstöre ich meine Reifen mehr als Ogier. Vielleicht bin ich einfach zu aggressiv. Es wird sehr schwer ihn noch einzuholen." Teamchef Olivier Quesnel gab keine Stallorder für seine beiden Piloten aus. Sie müssen die Autos aber unbedingt ins Ziel bringen, denn in der Herstellerwertung ist der Vorsprung auf Dauerkonkurrent Ford gering.

Der Kampf um Platz drei bleibt ebenfalls spannend. Nach der SS16 liegen Dani Sordo, Petter Solberg und Mikko Hirvonen innerhalb von acht Sekunden. Solbergs Team konnte die Schwierigkeiten mit der Lenkung im Service-Park reparieren. "Ich hatte keine Probleme. Ich hoffe ich verliere nicht noch mehr Zeit", so der Norweger. Sordo verteidigte mit einer soliden Fahrt die Dreifachführung für die Citroën-Werksmannschaft.

Von hinten übt Hirvonen weiter Druck aus und will noch unbedingt auf das Podium klettern. "Das ist der Plan", sagt der Finne. "Es war eine gute Sonderprüfung. Ich fahre die ganze Zeit am Limit und attackiere überall." Weitere hinten im Feld verlor Räikkönen seinen achten Rang an Federico Villagra, der eine sehr starke Zeit in SS16 setzte.

Auch auf der SS17 setzte Loeb die Bestzeit in 15:27,3 Minuten und konnte damit den Rückstand auf Ogier aber nur um 1,8 Sekunden verkürzen. "Wir haben während der gesamten Rallye alles versucht", so der Franzose. "Vielleicht habe ich am ersten Tag zu viel verloren. Sébastien war konstant schnell. Auf den zweiten Durchfahrten war er manchmal unantastbar."

Große Worte aus dem Mund des Rallye-Königs. Ogier muss auf der abschließenden Spezialprüfung seine 7,7 Sekunden Vorsprung verteidigen, um seinen ersten WRC-Sieg zu feiern. "Wir haben ein gutes Tempo vorgelegt. Nun müssen wir abwarten was noch passiert", so Ogier vor seinem größten Triumph.

Im Kampf um Platz drei sind nur noch Sordo und Sollberg beteiligt. Hirvonen verlor zu viel Zeit. Sordo war mit seiner Fahrt zufrieden und hat 4,6 Sekunden Vorsprung für die letzten zwei Kilometer. Privatier Solberg unterlief auf der SS17 ein kleiner Fehler: "Ein Podium wird sich nicht mehr ausgehen. In der letzten Kurve bin ich zu weit nach außen gekommen und habe mindestens eine Sekunde verloren."

Den Traum vom Podest hat Hirvonen mittlerweile abgehackt. "Die Hinterreifen sind komplett verschlissen, weshalb ich überall nur herumgerutscht bin. Ich habe aber alles versucht." Mit deutlichem Abstand auf die Werksfahrer folgen Matthew Wilson, Mads Ostberg und Villagra. Räikkönen wird als Neunter erneut Punkte holen.

Zwischenstand nach 17 von 18 Sonderprüfungen (Top-10)

1. Sébastien Ogier (Citroën) 3:49,04.2 Stunden
2. Sébastien Loeb (Citroën) + 7,7 Sekunden
3. Dani Sordo (Citroën) + 1:18.4 Minuten
4. Petter Solberg (Citroën) + 1:23.0
5. Mikko Hirvonen (Ford) + 1:31.4
6. Matthew Wilson (Ford) + 7:11.4
7. Mads Ostberg (Subaru) + 7:26.4
8. Federico Villagra (Ford) + 10:38.1
9. Kimi Raikkonen (Citroën) + 10:38.1
10. Khalid Al Qassimi (Ford) + 11:35.2

Fotoquelle: xpb.cc


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