Sébastien Ogier feierte in Portugal seinen ersten WRC-Sieg

Rallye 2010

— 30.05.2010

Portugal: Ogier schlägt Loeb

Sébastien Ogier dominierte die Rallye-Portugal und hielt Weltmeister Sébastien Loeb auf Distanz- Dreifachsieg für Citroën

Sebastién Ogier hat in Portugal seinen ersten WRC-Sieg gefeiert. Der Franzose vom Citroën-Junior-Team unterstrich seine Ambitionen bereits mit der Bestzeit im Shakedown. Den Grundstein für den Erfolg legte er an Tag eins, als er einen Vorsprung von 26,6 Sekunden auf Dani Sordo und 44,8 auf Sébastien Loeb herausfuhr. Der Weltmeister holte an den Tagen zwei und drei kontinuierlich auf, aber Ogier teilte sich die Reifen gut ein und verwaltete sein Zeitpolster bis ins Ziel.

In der abschließenden Spezialprüfung ließ der Franzose nichts mehr anbrennen und wurde vom Publikum gefeiert. "Das ist ein großartiges Gefühl", freut sich Ogier. "Ich habe das ganze Wochenende über attackiert. Der Kampf mit Loeb hat sehr viel Spaß gemacht. Ihn zu besiegen macht diesen Erfolg sehr speziell."

Aufgrund des großen Rückstands nach Tag eins war Loeb zum Angriff gezwungen und belastete seine Reifen hart. Mit Platz zwei vergrößerte Loeb seinen Vorsprung in der WM um 38 Zähler auf Ogier. "Sébastien ist sehr gut gefahren", lobt Loeb seinen jungen Teamkollegen. "Am ersten Tag habe ich zuviel verloren und konnte es nicht mehr aufholen. Sébastien ist als Erster gestartet und war der schnellste Mann in Portugal. Mein zweiter Rang ist gut für die WM."

Den Citroën-Dreifacherfolg machte Sordo perfekt. Der Spanier verlor aufgrund eines Reifenschadens an Tag zwei viel Boden, kämpfte sich aber zurück und konnte Petter Solberg und Mikko Hirvonen in Schach halten. Damit holte der Spanier wichtige Punkte für die Herstellerwertung.

Für Ford war Portugal keine Reise wert. Jari-Matti Latvala fiel nach einem Unfall an Tag zwei weit zurück. Teamkollege Hirvonen hatte keine Möglichkeit die Citroën-Armada zu sprengen, da sein Focus die Reifen zu sehr verschliss. Damit reichte es für den Vizeweltmeister nur zu Rang vier. Sein Rückstand auf Loeb ist bereits auf 50 Punkte angewachsen.

Solberg kämpfte lange um den letzten Podestrang, doch in der letzten Spezialprüfung lief alles schief. "Mr.Hollywood" prallte gegen die Bande und verlor über 14 Sekunden. Damit fiel der Weltmeister von 2003 noch hinter Hirvonen auf Platz fünf zurück. Trotzdem konnte der Privatfahrer mit seinem eigenen Team wieder die Spitzengruppe aufmischen.

Den sechsten Rang sicherte sich Stobart-Pilot Matthew Wilson. Sein Teamkollege Henning Solberg musste am letzten Tag mit technischen Problemen aufgeben. Siebter wurde Mads Ostberg im Subaru, vor Federico Villagra und Khalid Al Quassimi.

Kimi Räikkönen holte als Zehnter zum dritten Mal in seiner Karriere einen WM-Zähler. "Die Bedingungen am Vormittag waren recht trickreich", so der "Iceman". "Am Nachmittag lief es für uns besser. In einer Rechtskurve lag aber etwas auf der Straße. Wir haben es getroffen und den Vorderreifen zerstört. Da haben wir viel Zeit verloren."

Fotoquelle: xpb.cc


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