Sébastien Ogier und Julien Ingrassia feiern ihren ersten WRC-Sieg

Rallye 2010

— 01.06.2010

Selbst Quesnel ist von Ogier überrascht

Citroën-Sportchef Olivier Quesnel hätte nicht erwartet, dass Sébastien Ogier so früh seinen ersten WRC-Sieg holt - Das Duell seiner Piloten zehrte an den Nerven

Sébastien Ogier hat nicht lange gebraucht, um seine Enttäuschung über den verlorenen Sieg in Neuseeland vergessen zu machen. Schon beim folgenden Lauf holte er den verpassten Triumph nach: Bei der Rallye Portugal holte der Citroën-Junior in seinem erst zweiten WRC-Jahr seinen ersten Sieg. Und damit hat er sogar seinen eigenen Chef überrascht.

"Ich hätte nicht gedacht, dass er gewinnen kann, auch nicht bei dieser Rallye", sagt Citroën-Sportchef Olivier Quesnel, der Ogier 2009 als amtierenden Junioren-Weltmeister in die WRC geholt hatte. "Aber es ist gelungen und ich freue mich für ihn. Er kommt in seiner Karriere sehr schnell voran."

Quesnel hat einen Nerven aufreibenden Sonntag hinter sich. Es wäre ihm ein Leichtes gewesen, entsprechende Anweisungen zu geben, dass keiner seiner Piloten mehr zu viel riskiert - oder dass Ogier Titelkandidat Sébastien Loeb doch noch elegant den Sieg überlässt. Doch Quesnel entschied sich gegen jede Stallregie und ließ die beiden den Fight um den Portugal-Sieg bis auf den letzten Zentimeter austragen.

"Ich wusste nicht, was passieren wird. Ich hatte gesagt: 'Fahrt - aber kommt nicht von der Piste ab!'. Aber ich weiß, dass es gar nichts bedeutet, wenn ich ihnen das sage", beschreibt Quesnel seinen Gemütszustand. "Alle haben mich gefragt: 'Weißt du sicher, was du da tust?' Sie haben gepusht und gepusht. Es war ein ehrlich verdienter Sieg. Loeb hat am Freitag Zeit verloren. Am Samstag habenuns ein paar Splitzeiten gefehlt und Loeb hat sechs Sekunden verloren. Aber es wäre so oder so eng gewesen. Und jetzt sind drei Citroën auf dem Podium."

"Jeder war nervös - und ich ganz besonders", räumt Quesnel ein. "Es ging gut aus und alle freuen sich. Aber wenn es ein Problem gegeben hätte, wäre der Schaden für das Citroën-Tem groß gewesen. Was wir getan haben, war wirklich gut für Citroën, für die Crews und für den Rallyesport."

Ogiers jüngste Triumphfahrten ändern aber nichts daran, dass Loeb weiter die Nummer eins für Citroën ist. Von daher ändert sich auch an Quesnels Zielsetzung nichts. Er zählt Ogier in diesem Jahr noch nicht zu den Titelkandidaten: "Wir dürfen nicht vergessen, dass es vier Rallyes auf Asphalt gibt, da braucht er noch Training. Mein Ziel ist, beide Titel zu holen - mit Sébastien Loeb und mit Citroën."

Fotoquelle: xpb.cc


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