Sébastien Loeb spürt den kräftigsten Gegenwind aus dem eigenen Lager

Rallye 2010

— 01.06.2010

Loeb: "Ogier jetzt mein größter Rivale"

Die Konkurrenz kommt aus dem eigenen Lager: Laut Sébastien Loeb hat Sébastien Ogier gezeigt, dass er stärker ist als alle anderen in der WRC

Der Meister und sein Schüler - so war die Rollenverteilung bei Citroën in den vergangenen Jahren. Während Weltmeister Sébastien Loeb eifrig weiter Titel sammelte, wurde in Sébastien Ogier sein Nachfolger, der "neue Super-Seb" herangezogen. Ogier wurde im Citroën Junioren-Weltmeister und kam dann zu weiteren Ausbildung ins WRC-Junior-Team.

Doch jetzt scheint der Schüler flügge geworden zu sein. In seinem erst zweiten WRC-Jahr hat Ogier bei der Rallye Portugal seinen ersten WRC-Sieg geholt - und dabei Meister Loeb im direkten Duell geschlagen. Auch in Neuseeland kam der jüngere der beiden Franzosen schon vor dem anderen ins Ziel. In der Fahrerwertung ist Ogier nun als Zweiter der direkte Verfolger von Spitzenreiter Loeb, allerdings beträgt sein Rückstand 38 Punkte.

Und Superstar Loeb hält einiges von seinem schnell lernenden Schüler: "Ich weiß, dass er ein großer Rivale ist. Ich denke, vielleicht sogar der größte Rivale", so Loeb. "Denn er hat schon seit ein paar Rallyes gezeigt, dass er stärker ist als alle anderen in dieser Meisterschaft. Von daher gehe ich davon aus, dass wir noch ein paar tolle Fights erleben werden."

Ihm wäre es natürlich lieber gewesen, die Rallye Portugal selbst zu gewinnen, räumt Loeb ein, "aber manchmal muss man akzeptieren, dass man nicht überall gewinnen kann. Und Ogier war hier sehr stark. Er ist eine perfekte Rallye gefahren und unsere war nicht ganz perfekt. Es scheint so, als ob er ein sehr hohes Niveau erreicht hat und man muss wirklich eine perfekte Rallye fahren, wenn man gewinnen will. Und das haben wir nicht getan."

Freuen dürfen sich auf alle Fälle die Citroën-Fans - und der französische Verband, der sowohl Loeb als auch Ogier auf dem Weg in die WRC tatkräftig unterstützt hat. "Vor ein paar Jahren dachten wir noch, dass Franzosen nicht auf Schotter fahren können, jetzt scheint das ganz gut zu klappen! Wir sind jetzt zwei Franzosen, die gegeneinander kämpfen. Das ist gut für das Team und gut für uns", schließt Loeb.

Fotoquelle: xpb.cc


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